Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada steht vor der Tür, doch eine Regel sorgt bereits vor dem Anpfiff für Unmut unter den Fans. Die Fifa hat kurzfristig ihren Verhaltenskodex geändert und verbietet es Zuschauern, selbst leere Wasserflaschen mit in die Stadien zu bringen. Dies gilt trotz angekündigter Temperaturen von teils über 30 Grad Celsius.
Fifa verbietet wiederverwendbare Flaschen
In der aktualisierten Stadionordnung heißt es nun ausdrücklich: „Um Zweifel auszuschließen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.“ Noch im Mai hatte der Weltverband geplant, leere, transparente Plastikflaschen bis zu einem Liter Fassungsvermögen zu erlauben. Diese hätten die Fans an Trinkbrunnen in den Arenen wieder auffüllen können. Nun die Kehrtwende.
Gründe für das Verbot
Ein Fifa-Sprecher begründete die Entscheidung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit Sicherheitsbedenken. Mehrere Austragungsorte hätten wiederverfüllbare Flaschen ohnehin bereits verboten. Um „Risiken und Verletzungen für Spieler und Besucher zu vermeiden“, habe man sich zu einem generellen Verbot entschlossen. Die Preise für Wasser in den Stadien sollen laut Fifa unverändert bleiben. Bei der Klub-WM im vergangenen Jahr kosteten Wasserflaschen in den USA zwischen vier und sechs Dollar.
Gesundheitsrisiken durch Hitze
Besonders heikel ist die Situation angesichts der zu erwartenden hohen Temperaturen. Insgesamt stehen 104 Spiele auf dem Programm. Laut einem Bericht der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ könnten 26 Partien unter Bedingungen ausgetragen werden, die für Sportler ein erhöhtes Risiko darstellen. Für die Profis sind daher regelmäßige Trinkpausen vorgesehen. Die Fans hingegen müssen ihre Getränke im Stadion kaufen – ausreichendes Trinken wird damit zur Preisfrage.
Für das Finale im MetLife Stadium besteht sogar eine reale Wahrscheinlichkeit für gefährliche Hitzebedingungen. Experten warnen vor möglichen Gesundheitsgefahren. Die Fans zeigen sich verärgert über die Regelung, die sie zwingt, teures Wasser zu kaufen, während sie selbst keine Flaschen mitbringen dürfen.



