Am Morgen des 30. Juli 2026 geriet auf der A96 im Landkreis München ein Auto in Brand. Die Folge war eine Vollsperrung in Fahrtrichtung München, die zu massiven Verkehrsbehinderungen führte. Wie die Polizei mitteilte, staute sich der Verkehr zeitweise über mindestens zehn Kilometer zurück bis auf die A99. Auch auf der A8 war bis in den späten Vormittag mit Rückstau zu rechnen.
Feuerwehr löscht von Gegenfahrbahn aus
Das brennende Fahrzeug befand sich im Bereich einer Baustelle zwischen der Anschlussstelle Freiham-Süd und Gräfelfing. Aufgrund des starken Berufsverkehrs und der engen Baustelle war eine Löschung von der eigenen Fahrbahn aus nicht möglich. Die Feuerwehr musste daher von der Gegenfahrbahn aus löschen, was eine zusätzliche Sperrung der Gegenspur erforderte. Nach Abschluss der Löscharbeiten gab die Polizei die A96 wieder frei.
Der 46-jährige Fahrer des Autos blieb unverletzt. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Das Fahrzeug brannte vollständig aus.
Auswirkungen auf den Berufsverkehr
Die Vollsperrung traf den morgendlichen Berufsverkehr besonders hart. Pendler aus dem Westen Münchens und dem Landkreis Fürstenfeldbruck waren betroffen. Die Polizei empfahl, den Bereich weiträumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Die Autobahnmeisterei war mit der Reinigung der Fahrbahn beschäftigt.
„Wir mussten die komplett gesperrte Strecke für die Löscharbeiten nutzen, da ein direktes Löschen von der gleichen Spur wegen der Baustelle nicht möglich war“, erklärte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gräfelfing waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.
Technischer Defekt als Ursache
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein technischer Defekt im Motorraum wird als wahrscheinlich angesehen. Zeugenaussagen zufolge bemerkte der Fahrer kurz vor dem Brand eine Rauchentwicklung und hielt auf dem Standstreifen an. Das Feuer griff schnell auf den gesamten Wagen über.
Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Die Autobahn war für etwa eine Stunde voll gesperrt, danach konnte der Verkehr langsam wieder anrollen. Die Polizei warnt weiterhin vor möglichen Nachwirkungen wie Ölspuren oder umherliegenden Trümmerteilen.
Hintergrund: A96 als wichtige Pendlerstrecke
Die A96 verbindet München mit dem Westen Bayerns und dem Bundesland Baden-Württemberg. Die Strecke ist besonders im Berufsverkehr stark frequentiert. Baustellen wie die zwischen Freiham-Süd und Gräfelfing verschärfen die Stauanfälligkeit. In diesem Bereich wird die Autobahn derzeit ausgebaut, was regelmäßig zu Verengungen führt.
Der Vorfall zeigt erneut, wie anfällig die Verkehrsader für Störungen ist. Die Polizei appelliert an Autofahrer, auf dem Standstreifen nicht zu halten, es sei denn, es liegt ein Notfall vor. Bei Rauchentwicklung oder Brand sollte sofort die Feuerwehr über Notruf 112 verständigt werden.



