Neunjähriger im Zug belästigt: Frau schreitet ein – Polizei sucht Zeugen
Neunjähriger im Zug belästigt – Frau schreitet ein

Am 29. Juni ereignete sich in einem Zug in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) ein Vorfall, der die Polizei auf den Plan ruft. Ein unbekannter Mann soll einen neunjährigen Jungen geküsst haben, während die beiden in einem Vierersitz einander gegenübersaßen. Eine aufmerksame Mitreisende erkannte die Situation und schritt sofort ein. Sie begleitete den Jungen in den vorderen Bereich des Zuges und blieb bei ihm, bis er ausstieg. Die Polizei sucht nun dringend nach dieser Frau und anderen Zeugen, um den Täter zu identifizieren.

Der Vorfall im Zug

Laut Polizeibericht saß der Junge gemeinsam mit dem unbekannten Mann in einem Abteil mit vier Sitzplätzen. Ohne Vorwarnung beugte sich der Mann vor und küsste das Kind im Gesicht. Der Neunjährige war schockiert, doch bevor er reagieren konnte, griff die Mitreisende ein. Sie stand auf, nahm den Jungen an die Hand und führte ihn in einen anderen Waggon. Dort wartete sie mit ihm, bis er sein Ziel erreichte und den Zug verließ.

Die mutige Helferin

Die Identität der Frau ist bislang unbekannt. Die Polizei betont, wie wichtig ihr Zeugnis ist: „Sie hat mutig und besonnen gehandelt und das Kind vor weiterem Schaden bewahrt“, so ein Sprecher. Die Beamten hoffen, dass die Frau oder andere Reisende, die den Vorfall beobachtet haben, sich melden. Besonders wichtig sind Angaben zum Aussehen des Täters oder zu möglichen Fluchtwegen.

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Aufruf der Polizei

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie bittet die Frau, die dem Jungen half, sich unter der Telefonnummer 07141 18-0 zu melden. Auch andere Zeugen werden gebeten, Hinweise zu geben. Der Vorfall zeigt, wie wichtig Zivilcourage ist – besonders bei Straftaten gegen Kinder. Die Polizei prüft nun, ob der Mann auch für ähnliche Taten in der Vergangenheit verantwortlich sein könnte.

Prävention und Hinweise

Die Polizei rät Eltern, mit ihren Kindern über Gefahren im öffentlichen Raum zu sprechen. Kinder sollten lernen, sich bei Übergriffen laut Hilfe holen oder zu vertrauenswürdigen Erwachsenen wie Zugbegleitern oder anderen Fahrgästen zu gehen. Im vorliegenden Fall war das schnelle Eingreifen der Mitreisenden entscheidend. Die Ermittler hoffen nun, den Täter schnell zu fassen, um weitere Vorfälle zu verhindern.

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