Tauchausrüstung nach tödlichem Unfall im Bodensee wird untersucht
Tauchausrüstung nach tödlichem Unfall wird untersucht

Nach dem tödlichen Tauchunfall am Bodensee bei Überlingen stehen die Ermittlungen vor einem Rätsel. Die Polizei hat die Tauchausrüstung der beiden Opfer sichergestellt, um die genaue Unglücksursache zu klären. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte, dass Sachverständige die Tauchgeräte nun genauer untersuchen sollen.

Was geschah am Sonntag?

Am vergangenen Sonntag waren eine 46-jährige Frau und ein 64-jähriger Mann in Überlingen im Bodenseekreis tauchen. In einer Tiefe von rund 80 Metern leiteten beide offenbar einen sogenannten Notaufstieg ein. Der Mann war bereits beim Auftauchen bewusstlos, die Frau verlor ihr Bewusstsein erst an Land. Beide starben trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen.

Die beiden Taucher waren alleine unterwegs, ohne Begleitung durch eine Tauchgruppe oder einen Guide. Warum sie den Notaufstieg einleiten mussten, ist bislang unklar. Auch wer die beiden nach dem Auftauchen bemerkte und die Rettungskette in Gang setzte, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.

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Ermittlungen und offene Fragen

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zur Herkunft der Taucher und ihrer Erfahrung mit dem Tauchgebiet machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die Tauchgeräte wurden beschlagnahmt und werden nun von Sachverständigen technisch untersucht, um mögliche technische Defekte oder Fehlfunktionen auszuschließen.

Der Tauchplatz "Tennisplätze" ist bei Tauchern bekannt und wird in Online-Foren als stark frequentiert beschrieben. Er liegt am Ufer in der Nähe einer Tennisanlage in Überlingen und bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die maximale Tiefe von rund 80 Metern erfordert jedoch fortgeschrittene Erfahrung und spezielle Ausrüstung.

Hintergrund: Risiken beim Tiefseetauchen

Tauchgänge in solchen Tiefen bergen besondere Risiken, darunter Stickstoffnarkose, Sauerstoffvergiftung oder Dekompressionskrankheit. Ein Notaufstieg wird oft bei technischen Problemen oder körperlichen Beschwerden eingeleitet, kann aber selbst lebensgefährlich sein, wenn die Auftauchgeschwindigkeit zu hoch ist.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum Ablauf geben können, sich zu melden. Die Ermittlungen dauern an, und die Ergebnisse der technischen Untersuchung könnten entscheidend zur Klärung beitragen.

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