Eine 82-jährige Frau, die in Baden-Württemberg als vermisst gemeldet worden war, ist in letzter Minute aus einem Fluss gerettet worden. Die Seniorin war am Donnerstagabend in der Nähe von Ulm in die Iller geraten und konnte nur dank des schnellen Einsatzes von Rettungskräften und eines Polizeihubschraubers gerettet werden.
Stundenlange Suche nach der Vermissten
Die Frau war am Nachmittag von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden. Sie hatte ihr Zuhause in einem Ortsteil von Ulm verlassen und war nicht zurückgekehrt. Die Polizei leitete sofort eine großangelegte Suchaktion ein, an der sich auch ein Hubschrauber beteiligte. Die Beamten durchkämmten die Umgebung, während die Familie in großer Sorge war.
Gegen 17 Uhr entdeckte die Besatzung des Polizeihubschraubers die Frau schließlich in der Iller. Sie trieb im Wasser und war offenbar bereits unterkühlt. Die Rettungskräfte zogen sie an Land und übergaben sie dem Rettungsdienst, der sie in ein Krankenhaus brachte. Nach Angaben der Polizei befand sich die Seniorin in einem kritischen, aber stabilen Zustand.
Rettung in letzter Minute
„Es war höchste Zeit, die Frau war stark unterkühlt und hätte nicht noch lange überlebt“, sagte ein Sprecher der Polizei Ulm. Der Einsatz zeige, wie wichtig die Zusammenarbeit von Boden- und Luftrettung sei. Der Hubschrauber sei entscheidend gewesen, da die Frau in einem unwegsamen Bereich des Flusses trieb, der vom Ufer aus schwer einsehbar war.
Die genauen Umstände, wie die Seniorin in den Fluss geriet, sind noch unklar. Die Polizei geht derzeit nicht von einem Fremdverschulden aus. Möglicherweise war die Frau gestürzt oder desorientiert. Die Ermittlungen dauern an.
Lebensrettende Technik
Der Polizeihubschrauber war mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, die es ermöglichte, die Frau trotz der einsetzenden Dämmerung zu entdecken. Ohne diese Technik wäre die Suche möglicherweise erfolglos geblieben. Die Polizei betonte, dass die Rettung ein Glücksfall war, da die Frau nur noch kurz über Wasser war.
Die Seniorin wird nun im Krankenhaus behandelt. Ihre Familie zeigte sich erleichtert und dankbar gegenüber den Rettungskräften. „Wir sind unendlich dankbar, dass sie noch lebt“, sagte eine Angehörige. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang ältere Menschen und ihre Angehörigen, bei gesundheitlichen Problemen Vorsicht walten zu lassen und Notrufnummern zu nutzen.



