Die Bayerische Seenschifffahrt hat die wichtigsten Informationen für die Saison 2026 auf dem Ammersee veröffentlicht. Der See ist mit rund 47 Quadratkilometern der drittgrößte Bayerns und ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Wer eine Schifffahrt plant, findet im neuen Fahrplan alle Anlegestellen, Preise und Ticketoptionen.
Anlegestellen und Fahrplan
Die weißen Schiffe verkehren täglich zwischen den Uferorten Stegen und Dießen. Bekannte Anlegestellen sind Herrsching, Wartaweil, Greifenberg, Schondorf, Utting, Riederau und St. Alban. In der Hauptsaison starten die Kursschiffe im Stundentakt, an Wochenenden häufiger. Der Fahrplan ist auf Ausflügler abgestimmt und ermöglicht viele Kombinationen aus Schifffahrt und Landgang.
Radfahrer können ihre Fahrräder gegen einen kleinen Aufpreis mitnehmen, auch Hunde sind an der Leine erlaubt. An den großen Anlegestellen gibt es barrierefreie Rampen, sodass auch Fahrgäste mit Rollstuhl oder Kinderwagen problemlos an Bord kommen.
Preise und Tickets 2026
Die Tarifstruktur ist übersichtlich: Einzelfahrten, Tageskarten, Familienkarten und Saisonkarten. Einzelfahrten gelten für eine Strecke zwischen zwei Anlegestellen, Tageskarten für beliebig viele Fahrten an einem Tag. Familien profitieren von speziellen Tarifen, und Vielfahrer können Saisonkarten erwerben, die unbegrenzte Fahrten in der gesamten Saison ermöglichen.
Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, sind die Preise für 2026 weitgehend stabil geblieben. Der Kauf online über die Website oder App ist unkompliziert und wird zudem mit einem kleinen Rabatt belohnt. Die digitalen Tickets werden direkt auf dem Handy vorgezeigt – das spart Zeit am Schalter.
Neuerungen in der Saison
Neu sind ausgeweitete Buchungsmöglichkeiten über die mobile App. Fahrgäste können ihre Fahrt vorab buchen und das Ticket einfach auf dem Smartphone speichern. Wer dennoch lieber in bar zahlen möchte, kann das weiterhin an den Schaltern der Schiffsanleger tun.
Zusätzlich zu den Linienfahrten stehen wieder Themenfahrten im Programm: Sonnenuntergangsfahrten, Musikfahrten und kulinarische Touren. Diese sind schnell ausgebucht, daher wird eine rechtzeitige Reservierung empfohlen. Das gesamte Programm findet sich auf der offiziellen Website der Bayerischen Seenschifffahrt.
Anreise und Parken
Mit der S-Bahn-Linie 8 erreicht man Herrsching in etwa 45 Minuten von München aus. Vom Bahnhof ist die Anlegestelle zu Fuß erreichbar. Auch die Zufahrt mit dem Auto ist über die Bundesstraße 2 möglich. An den Häfen in Herrsching und Dießen gibt es Parkplätze, die in der Ferienzeit schnell belegt sind. Ein Tipp: Auf den kostenpflichtigen Park-and-Ride-Plätzen ist genügend Kapazität vorhanden.
Für Fahrradfahrer bieten viele Anlegestellen sichere Abstellplätze. Eine Alternative ist die Kombination aus Radtour und Schiffspassage: Am Ufer gibt es zahlreiche Radwege, die sich hervorragend mit einer Fahrt auf dem See verbinden lassen.
Tipps für den Ausflug
Besonders morgens zwischen 9 und 11 Uhr ist es an Bord noch ruhig. Zu dieser Zeit haben Fahrgäste die beste Aussicht auf die Alpenkette. Eine komplette Rundfahrt dauert rund zwei Stunden – ideal für einen entspannten Start in den Tag. Wer die Region erkunden möchte, steigt einfach an einer der Anlegestellen aus und nimmt später das nächste Schiff.
Das Kloster Andechs und die Altstadt von Dießen sind die bekanntesten Ziele. Auf den Schiffen steht eine kleine Gastronomie mit Snacks und Getränken zur Verfügung. Die Crew gibt Tipps zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.
Sicherheit und Nachhaltigkeit an Bord
Die Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt werden regelmäßig gewartet und erfüllen die Sicherheitsstandards für Fahrgastschiffe im Binnenbereich. Rettungswesten liegen in allen Decks bereit, und das Personal weist vor dem Ablegen auf die wichtigsten Regeln hin. Einige Schiffe wurden in den vergangenen Jahren auf umweltfreundlichere Antriebe umgerüstet, um den Ausstoß von Emissionen auf dem See zu reduzieren.
Das hat sich gelohnt: Die Schiffe gelten als eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel in der Region. Fahrgäste können ihren Beitrag leisten, indem sie keinen Müll hinterlassen und die Aussichtsbereiche sauber halten.



