Der Besitzer-Krimi um Hund Buddy ist beendet: Das Tierheim LechArche meldet ein glückliches Ende. Der Vierbeiner, der tagelang im Tierheim auf seine Bezugsperson wartete, konnte schließlich seiner Familie übergeben werden.
Fundhund ohne Identität
Wie das Tierheim LechArche mitteilt, war Buddy einige Zeit zuvor von einem aufmerksamen Passanten aufgegriffen und in die Einrichtung gebracht worden. Der Rüde lief offenbar allein durch die Straßen von Friedberg und wirkte orientierungslos. Er trug weder eine Hundemarke noch einen Chip – eine Zuordnung gestaltete sich dadurch zunächst als schwierig.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims nahmen sich des aufgefundenen Hundes an. Er wurde geimpft, entwurmt und in einem Zwinger auf dem Gelände untergebracht. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich: Buddy ist ein aufgeweckter, freundlicher Hund, der sich nach menschlicher Zuwendung sehnt. Doch die eigentliche Herausforderung begann erst: die Suche nach seinem Besitzer oder seiner Besitzerin.
Suche mit vielen Hindernissen
Das Tierheim startete eine breit angelegte Suchaktion. Ein Aufruf mit Fotos von Buddy wurde auf der Facebook-Seite der Einrichtung veröffentlicht und innerhalb kurzer Zeit über 100 Mal geteilt. Zusätzlich hingen im gesamten Stadtgebiet von Friedberg und in den umliegenden Gemeinden Suchplakate aus. Die Rückmeldungen ließen nicht lange auf sich warten: Zahlreiche Menschen meldeten sich und gaben Hinweise, von denen einige vielversprechend erschienen.
Doch viele Spuren erwiesen sich als Sackgassen. Keiner der gemeldeten Hunde passte zu Beschreibung oder Verhalten von Buddy. Auch Abgleiche mit Vermisstmeldungen in öffentlichen Registern führten zunächst zu keinem Ergebnis. Das Team des Tierheims ließ sich davon nicht entmutigen und intensivierte die Suche. Wie das Tierheim erklärt, sei die Zeit gekommen, noch einmal einen Aufruf mit zusätzlichen Details zu starten, um die Reichweite zu erhöhen.
Der zweite Aufruf verbreitete sich noch schneller als der erste. Innerhalb von nur zwei Tagen erreichte der Beitrag mehr als 1.000 Nutzer und wurde in zahlreichen lokalen Facebook-Gruppen geteilt. Unter den Kommentaren befand sich schließlich ein Hinweis, der die Wende brachte. Ein Mann erkannte Buddy eindeutig auf einem der Fotos und kontaktierte das Tierheim umgehend.
Die entscheidende Wendung
Bei dem Mann handelte es sich – wie sich herausstellte – um den Besitzer von Buddy. Er gab an, seinen Hund seit mehreren Tagen zu vermissen und habe bereits überall gesucht. Der Zufall wollte es, dass er den geteilten Beitrag eines Bekannten sah, der ihn auf die Suchmeldung aufmerksam machte. Ohne zu zögern machte sich der Mann noch am selben Tag auf den Weg zum Tierheim LechArche.
Dort wartete bereits ein aufgeregter Buddy. Als der Besitzer den Zwinger betrat, schoss der Hund freudig auf ihn zu, wedelte mit dem Schwanz und ließ sich ausgiebig streicheln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims beobachteten die Wiedervereinigung sichtlich gerührt. Alle Papiere wurden geprüft und der Besitzanspruch bestätigt. Kurze Zeit später durfte Buddy mit seinem Menschen nach Hause gehen.
Ein Appell ans Herz der Tierhalter
Der Fall von Buddy zeigt, wie wichtig eine eindeutige Kennzeichnung von Haustieren ist. Das Tierheim LechArche weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Chip und die Registrierung in einem Haustierregister die Zuordnung im Falle eines Verlusts erheblich erleichtern. Auch eine Tätowierung beim Tierarzt oder eine gut sichtbare Hundemarke mit Telefonnummer könne helfen, Tierheime und Finder schneller zu den richtigen Besitzern zu führen.
Zudem rät das Tierheim, beim Umzug oder bei neuen Kontaktdaten die Registrierung zu aktualisieren. Nur so könne sichergestellt werden, dass aus einem aufgefundenen Hund nicht ein langer Pflegefall im Tierheim wird. Buddy hatte Glück – nicht jeder Fundhund hat eine so rührende Geschichte wie seine.
Das Tierheim LechArche hofft, dass die Geschichte von Buddy weitere Tierhalter dazu motiviert, ihre eigenen Vierbeiner besser abzusichern. Die Freude über die Wiedervereinigung war allen Beteiligten anzusehen, und auch die Nachbarn des Besitzers zeigten sich erleichtert, dass Buddy wieder in seiner gewohnten Umgebung ist. Der Besitzer-Krimi ist endgültig vorbei – mit einem Happy End, das man so schnell nicht vergessen wird.



