Memmingen: Mann fährt ohne Führerschein gegen Stromverteilerkasten
Memmingen: Ohne Führerschein gegen Stromverteilerkasten

Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis ist bei einem Unfall in Memmingen gegen einen Stromverteilerkasten geprallt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Zusammenstoß ereignete sich nach Polizeiangaben im Stadtgebiet von Memmingen. Der Fahrer war mit seinem Pkw aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und hatte den seitlich an der Straße stehenden Stromverteilerkasten erfasst.

Nach Angaben der Polizei entstand bei dem Aufprall Sachschaden am Fahrzeug und an dem Verteilerkasten. Wie hoch der Schaden ist, können die Beamten noch nicht beziffern. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Memmingen in Verbindung zu setzen.

Unfallhergang weiter unklar

Warum der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ein technischer Defekt am Auto ist genauso möglich wie ein Fahrfehler. Auch ob Alkohol oder andere berauschende Mittel eine Rolle gespielt haben, müssen die Ermittlungen zeigen. Die Polizei wird in solchen Fällen standardmäßig prüfen, ob der Fahrer unter dem Einfluss von Substanzen stand.

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Fest steht, dass der Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Damit hat er gegen das Straßenverkehrsgesetz verstoßen. Das Fahren ohne Führerschein ist kein Bagatelldelikt, sondern wird vom Gesetzgeber als Straftat eingestuft.

Fahren ohne Führerschein: Diese Strafen drohen

Nach § 21 des Straßenverkehrsgesetzes macht sich strafbar, wer ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er keine dafür erforderliche Fahrerlaubnis besitzt. Die Strafandrohung: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. In der Praxis wird häufig eine Geldstrafe verhängt. Die Berechnung erfolgt über Tagessätze, wobei die Anzahl der Tagessätze unter anderem von der Schwere des Delikts abhängt. Ein schwerer Fall liegt etwa vor, wenn eine Person ohne Fahrerlaubnis einen Unfall verursacht und dabei Schäden oder Verletzungen hervorruft.

Zusätzlich zur Strafe kann das Gericht eine Sperrfrist für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis anordnen. Bei Ersttätern kann das Gericht allerdings von einer Sperre absehen, wenn zu erwarten ist, dass der Betroffene auch ohne Sperre keine Fahrerlaubnis erlangen wird.

Versicherungsschutz erlischt

Neben dem strafrechtlichen Verfahren muss der Mann auch mit finanziellen Konsequenzen rechnen. Versicherungsrechtlich ist die Lage für ihn ungünstig: Wer ohne gültige Fahrerlaubnis fährt, verstößt gegen die Obliegenheiten des Versicherungsvertrags. Die Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert zwar Schäden Dritter zunächst, kann aber beim Versicherungsnehmer Regress nehmen. Das bedeutet, der Fahrer muss die Kosten für den beschädigten Stromverteilerkasten möglicherweise selbst tragen. Je nach Schadenshöhe können das schnell mehrere tausend Euro sein.

Hinzu kommt der Schaden am eigenen Fahrzeug: Da der Fahrer ohne Fahrerlaubnis gegen die Versicherungsbedingungen verstoßen hat, kann auch die Vollkasko-Versicherung die Leistung verweigern. Der wirtschaftliche Totalschaden an seinem Auto bleibt daher oft am Fahrer hängen.

Stromverteilerkasten: Das passiert bei Beschädigung

Stromverteilerkästen sind wichtige Bestandteile des Energieversorgungsnetzes. Sie verteilen den Strom zu Hausanschlüssen und größeren Verbrauchern. Bei einem Zusammenstoß können diese Anlagen schwer beschädigt werden. Offene Kabel oder beschädigte Isolierungen bergen dann eine lebensgefährliche Stromschlaggefahr für Passanten, Rettungskräfte und die eigene Person.

Aus diesem Grund wird nach einem solchen Unfall in der Regel sofort das zuständige Energieunternehmen verständigt. Fachkräfte müssen die Anlage vom Netz nehmen und absichern. Gegebenenfalls kommt es in der Nachbarschaft zu einer kurzzeitigen Stromunterbrechung. Die Reparatur ist aufwendig und erfordert Spezialmaterial, was die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt.

Für die Polizei in Memmingen ist der Fall damit nicht abgeschlossen. Die Ermittler haben ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Der Fahrer muss nun mit einer Anklage und in der Folge mit einer Geldstrafe oder einer anderen Sanktion rechnen.

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