Theater an der Seenplatte verzeichnen Besucherplus, Schwerin mit Rückgang
Theater der Seenplatte: Besucherplus, Schwerin mit Rückgang

Die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz hat eine erfolgreiche Spielzeitbilanz vorgelegt: Mit gut 108.000 Zuschauern verzeichnete sie ein Plus von rund zwei Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Dies teilte die Gesellschaft mit, die die Spielstätten in beiden Städten betreibt. Besonders der Neustrelitzer Festspielsommer lockte zum Saisonabschluss fast 16.000 Besucher – ein „großer Erfolg und ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Kultur für eine Region“, so die Theaterleitung.

Erfolgreicher Festspielsommer in Neustrelitz

Allein die Operette „Die Csàrdàsfürstin“ von Emmerich Kálmán im Schlossgarten der Residenzstadt zog rund 12.300 Besucher in zwölf Vorstellungen an. Weitere 3.500 Gäste erlebten die übrigen Veranstaltungen des Festspielsommers, darunter das Kinderstück „Robin Hood“ und die Sommertanzgala der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz. Die Zahl von 16.000 Gästen unterstreicht die Anziehungskraft der Open-Air-Aufführungen in der sommerlichen Kulisse.

Schweriner Staatstheater leidet unter Sanierung

Ganz anders sieht die Lage am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin aus: Dort kamen in der abgelaufenen Saison nur noch 98.000 Besucher, nach 136.000 in der Spielzeit 2024/2025 – ein Rückgang um fast 28 Prozent. Grund ist die Sanierung des Großen Hauses, weshalb die Aufführungen in einem Theaterzelt stattfanden. Aufgrund der eingeschränkten Kapazitäten fielen rund 70 Vorstellungen weg. Das Große Haus soll voraussichtlich im März 2027 wiedereröffnet werden. Die Theaterleitung hofft, nach der Wiedereröffnung wieder an frühere Besucherzahlen anknüpfen zu können.

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Die beiden unterschiedlichen Entwicklungen zeigen die Abhängigkeit von Spielstätten und Aufführungsbedingungen. Während die Theater an der Seenplatte von stabilen Besucherzahlen profitieren, musste das Staatstheater in Schwerin einen herben Einbruch hinnehmen. Die Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns bleibt damit geprägt von regionalen Unterschieden, aber auch von der Bereitschaft des Publikums, Theatererlebnisse zu suchen – sei es im historischen Schlossgarten oder im provisorischen Zelt.

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