Zuckermelasse-Unfall in Mittelfranken: Klebrige Spur und 10.000 Euro Reinigungskosten
Zuckermelasse-Unfall: Klebrige Spur und 10.000 Euro Kosten

Ein undichter Transportbehälter hat am Mittwochmorgen im Landkreis Ansbach für außergewöhnliche Straßenverhältnisse gesorgt. Rund 1.000 Liter Zuckermelasse liefen aus einem Lkw aus und hinterließen eine kilometerlange klebrige Spur. Die Polizei beziffert die Kosten für die aufwendige Reinigung auf etwa 10.000 Euro.

Technischer Defekt führte zum Austritt der zähen Flüssigkeit

Ein 31-jähriger Lkw-Fahrer hatte im Auftrag eines Agrarhandels zwei Transportbehälter mit je 1.000 Litern Zuckermelasse geladen. Zuckermelasse, ein zäher Sirup, der bei der Zuckerproduktion anfällt, ist bekannt für seine klebrige Konsistenz. „Aufgrund eines technischen Defekts an einem der Behälter lief die klebrige Flüssigkeit während der Fahrt unbemerkt aus“, erklärte ein Polizeisprecher. Der Fahrer bemerkte den Schaden erst nach etwa sieben Kilometern.

Reinigung und Folgen für den Verkehr und Busbetrieb

Der Fahrer verständigte umgehend seinen Betrieb, der sich um die Umladung des verbleibenden Materials und die Reinigung des Lastwagens kümmerte. Die Straßenmeisterei war stundenlang im Einsatz, um die Fahrbahn von der klebrigen Masse zu befreien. Die Polizei schätzt den Reinigungsaufwand als erheblich ein, da die Melasse sich auf einer großen Fläche verteilte. Auch ein ansässiges Busunternehmen meldete Schäden: Sowohl der Betriebshof als auch mehrere Linienbusse wurden beim Befahren der verklebten Straße erheblich verschmutzt. Die genauen wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen sind noch nicht beziffert.

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Zuckermelasse: Ein Nebenprodukt der Zuckerindustrie

Zuckermelasse entsteht bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Der dickflüssige Sirup wird häufig in der Tierfütterung sowie in der Lebensmittelindustrie verwendet. Aufgrund seiner hohen Viskosität und Klebrigkeit stellt eine Verschmutzung mit Melasse eine besondere Herausforderung für die Reinigung dar. Die Polizei warnt vor derartigen Unfällen, da die Substanz nicht nur die Fahrbahn verklebt, sondern auch für Fahrzeuge und die Umwelt problematisch sein kann.

Der Vorfall ereignete sich im Raum Dinkelsbühl, einer Stadt im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Die Polizei hat die Ermittlungen zum technischen Defekt aufgenommen. Es wird geprüft, ob der Behälter mangelhaft gewartet war oder ob ein Materialfehler vorlag. Weitere Angaben zu möglichen Konsequenzen für den Fahrer oder das Transportunternehmen machte die Polizei zunächst nicht.

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