CSD-Anschlag: Bekennervideo auf Handy des Verdächtigen Abdul B.
CSD-Anschlag: Bekennervideo auf Handy des Verdächtigen

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin haben Ermittler auf dem Handy des mutmaßlichen Täters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der „Bild“. Das Video soll die Tat rechtfertigen und eine Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) herstellen.

Hintergründe der Tat

Der Anschlag ereignete sich am vergangenen Samstag während der CSD-Parade, die in Berlin mit rund 500.000 Teilnehmern stattfand. Abdul B., ein 27-jähriger Syrer, soll mit einem Messer auf mehrere Menschen eingestochen haben. Dabei wurden drei Personen verletzt, eine davon schwer. Die Polizei nahm den Verdächtigen noch am Tatort fest. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein terroristisches Attentat übernommen.

Fund des Bekennervideos

Bei der Auswertung des sichergestellten Handys entdeckten die Ermittler ein Video, in dem Abdul B. die Tat ankündigt und die Tötung von „Ungläubigen“ fordert. Die Aufnahme soll wenige Stunden vor der Tat entstanden sein. „Das Video ist ein zentrales Beweismittel, das die islamistische Motivation des Täters belegt“, erklärte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Die Ermittler prüfen nun, ob Abdul B. Kontakt zu anderen IS-Anhängern hatte.

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Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen

Die Bundesanwaltschaft wirft Abdul B. versuchten Mord und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Sicherheitsbehörden haben ihre Präsenz in der Hauptstadt erhöht, insbesondere bei Großveranstaltungen. Die Tat hat erneut die Diskussion über die Gefährdung durch islamistischen Terrorismus in Deutschland entfacht. Innenpolitiker fordern eine Verschärfung der Abschiebepraxis für Gefährder.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte die Tat scharf und sprach den Opfern sein Mitgefühl aus. „Wir lassen uns nicht einschüchtern, unsere offene Gesellschaft zu verteidigen“, sagte er. Die Queer-Community zeigte sich betroffen, aber entschlossen. Der CSD-Veranstalter kündigte an, das nächste Jahr unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen zu organisieren. Die Opfer befinden sich in medizinischer Behandlung, zwei von ihnen haben das Krankenhaus bereits verlassen.

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