Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert Ende des Fracking-Verbots
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert Ende des Fracking-Verbots

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich angesichts der Gaskrise für eine Aufhebung des Fracking-Verbots in Deutschland ausgesprochen. Er forderte, heimisches Fracking-Gas als Alternative zu russischem Gas zu nutzen, um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren. Kretschmer betonte, Deutschland müsse alle eigenen Ressourcen nutzen, um die Energiekrise zu bewältigen.

Beim Fracking wird mit Druck und unter Einsatz von Wasser, Sand und Chemikalien Erdgas aus Gesteinsschichten wie Schiefer herausgepresst. Seit 2017 ist diese Methode in Deutschland per Gesetz verboten, unter anderem wegen möglicher Gefahren für das Grundwasser. Kretschmer kritisierte die Energiepolitik der Bundesregierung als ideologiegetrieben und forderte, alle Kapazitäten bei Braunkohle, Wasserkraft, Biomasse und Atomkraft zu nutzen, um die Energiepreise zu senken.

Nach Angaben von Kretschmer liegen unter der Erde Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens mehr als zwei Billionen Kubikmeter Schiefergas. Selbst wenn nur die Hälfte wirtschaftlich erschließbar wäre, könnte dies den Gasbedarf Deutschlands über Jahre decken. Seit Beginn der Gaskrise mehren sich die Rufe von Politikern und Wirtschaftsvertretern, das Fracking-Verbot zu überdenken.

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