Buckelwal „Timmy“ tot vor Dänemark aufgefunden – Rettungsaktion gescheitert
Buckelwal „Timmy“ tot vor Dänemark aufgefunden – Rettungsaktion gescheitert

Der Buckelwal „Timmy“, der mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet war, ist tot. Sein Kadaver wurde am Donnerstag vor der dänischen Insel Anholt entdeckt. Die private Rettungsinitiative, die den Wal mit einem Lastkahn in die Nordsee brachte, scheiterte damit endgültig.

Die Identität des toten Wals wurde durch einen GPS-Sender bestätigt, den die Initiative angebracht hatte. Eine Tierärztin der Gruppe fand den Tracker gemeinsam mit dänischen Tauchern am Wal. Der Wal war am 2. Mai etwa 70 Kilometer vor Skagen im Skagerrak ausgesetzt worden. Danach blieb sein Schicksal unklar, da das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern keine Standortdaten erhielt.

Experten von Tierschutzorganisationen und dem Deutschen Meeresmuseum hatten die Überlebenschancen des Wals als sehr gering eingeschätzt und von der Aktion abgeraten. Sie vermuteten, dass der Wal sich mehrfach strandete, um in Ruhe zu sterben. Die privaten Geldgeber Walter Gunz und Karin Walter-Mommert ließen sich jedoch nicht beirren. Die Kosten der Aktion blieben ungenannt.

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Umweltminister Till Backhaus (SPD) verteidigte seine Entscheidung, die Rettung zu dulden. Viele Menschen hätten gehofft, dass der Wal überlebe. Wissenschaftler hätten ein Überleben nicht völlig ausschließen können. „Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können“, so Backhaus. Er betonte, die Duldung sei keine Kritik an der Wissenschaft gewesen.

Greenpeace-Experte Thilo Maack zog eine bittere Bilanz: „Mit diesem Todfund findet diese absurde Geschichte ein Ende. Die Lehre ist, auf die Wissenschaft zu hören und den Fokus auf das größere Problem des Beifangs zu lenken.“ Auch Backhaus will Konsequenzen ziehen: „Der Tod des Wals sollte uns mahnen, Natur- und Klimaschutz ernster zu nehmen.“

Die dänische Naturschutzbehörde hat vorerst keine Pläne, den Kadaver zu entfernen. Er liegt etwa 75 Meter vom Strand entfernt und wird von zahlreichen Möwen angefressen. Nun soll mit den dänischen Behörden über das weitere Vorgehen beraten werden.

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