Am 22. März 2026 wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Briefwahlunterlagen müssen bis spätestens 18 Uhr am Wahlsonntag bei der ausstellenden Gemeinde eingehen. Der Landeswahlausschuss hat zwölf Parteien zugelassen, darunter SPD, CDU, Grüne, FDP, AfD, Freie Wähler, Linke, BSW, Tierschutzpartei, Volt, ÖDP und Partei der Humanisten.
Der amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) tritt erstmals als Spitzenkandidat an. Der 52-jährige Jurist übernahm das Amt im Juli 2024 von Malu Dreyer. Sein Herausforderer ist Gordon Schnieder (CDU), Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Schnieder ist seit 2023 Fraktionschef und seit 2024 Landesvorsitzender. Weitere Spitzenkandidaten sind Jan Bollinger (AfD), Katrin Eder (Grüne), Daniela Schmitt (FDP), Rebecca Ruppert (Linke) und Joachim Streit (Freie Wähler).
Die Umfragen sehen ein knappes Rennen zwischen SPD und CDU, mit leichtem Vorteil für die Christdemokraten. Allerdings ist Schweitzer populärer und bekannter als Schnieder: 52 Prozent der Wahlberechtigten kennen Schnieder nicht oder können ihn nicht beurteilen. Die SPD hofft nach dem knappen Sieg der Grünen in Baden-Württemberg auf einen Erfolg, um bundespolitisch Rückenwind zu bekommen.
Die CDU will nach über 30 Jahren in der Opposition wieder stärkste Kraft werden. Bundeskanzler Friedrich Merz erhofft sich einen Sieg, nachdem der erwartete Rückenwind aus Baden-Württemberg ausblieb. Die AfD liegt in Umfragen auf Platz drei. Die Wahl hat auch bundespolitische Bedeutung, da sie als Stimmungstest für die Ampelkoalition und die Union gilt.



