U-Boot-Kommandant rettet 50 Jungen bei Flucht über die Ostsee 1945
U-Boot-Kommandant rettet 50 Jungen bei Flucht über die Ostsee 1945

Zwischen Januar und Mai 1945 fand eine der größten Rettungsaktionen der Seefahrtsgeschichte statt. Rund 800 Schiffe, beladen mit verzweifelten Flüchtlingen, verließen die umkämpften Hafenstädte Ostpreußens. Die Überfahrt über die Ostsee war ein tödliches Risiko, wie die tragischen Untergänge der Schiffe „Goya“, „Wilhelm Gustloff“ und „Steuben“ zeigen.

Bisher kaum beachtet wurde die Rolle deutscher U-Boote, die von Januar bis einen Tag vor der Kapitulation etwa 2.500 Flüchtlinge aus der Danziger Bucht in Sicherheit brachten. Die Kommandanten handelten dabei gegen ausdrücklichen Befehl, als sie Kinder, Jugendliche, Frauen und Babys retteten.

Ein Beispiel ist U 3505 unter dem Kommando des 24-jährigen Horst Willner. Er war frisch verheiratet und Vater einer drei Monate alten Tochter. Um seine Frau aus dem Kessel von Danzig zu holen, nutzte er sein U-Boot. Zudem nahm er 50 Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren an Bord.

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Die Fahrt über die Ostsee im Frühjahr 1945 war extrem gefährlich. Das überladene U-Boot ließ sich nur schwer manövrieren, und das Gewässer war voller Minen. Bei Windstärke 6 bis 7 fürchteten alle an Bord um ihr Leben. Doch Willners Mut wurde belohnt: Er rettete 50 Kindern das Leben.

Ein SPIEGEL TV Special dokumentiert diese bisher unerzählte Geschichte mit Gesprächen von Rettern und Geretteten, nachgestellten Szenen, Archivaufnahmen und Computeranimationen.

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