BAföG-Empfänger sinken auf niedrigsten Stand seit 2000
BAföG-Empfänger auf Tiefststand seit 2000

Die Zahl der BAföG-Empfänger ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 gefallen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, erhielten rund 570.000 Personen die staatliche Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent oder 42.700 Geförderten im Vergleich zum Vorjahr.

Rückgang seit 2012 nahezu durchgehend

Seit dem Höchststand im Jahr 2012, als fast eine Million Menschen gefördert wurden, ist die Zahl der Empfänger nahezu ununterbrochen gesunken. Die Ausgaben des Bundes für das BAföG beliefen sich im vergangenen Jahr auf drei Milliarden Euro – ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Rückgang ist vor allem auf die Studierenden zurückzuführen: Ihre Zahl sank um acht Prozent auf 443.100. Bei den Schülerinnen und Schülern war der Rückgang mit 1,6 Prozent deutlich geringer.

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Förderbeträge steigen trotzdem

Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Förderbeträge. Studierende erhielten im Schnitt 682 Euro pro Monat und damit 25 Euro mehr als im Vorjahr. Für Schülerinnen und Schüler lag der durchschnittliche Förderbetrag bei 552 Euro, ein Plus von 13 Euro. Hintergrund ist die BAföG-Reform von 2024, die die Bedarfssätze und Freibeträge anhob.

Die neuen Förderinstrumente aus der Reform fanden regen Zuspruch. So nutzten 33.700 Studierende das sogenannte Flexibilitätssemester, das eine Förderung über die Höchstdauer hinaus ermöglicht. Zudem erhielten 11.600 junge Menschen aus einkommensschwachen Familien zum Studienstart die einmalige Studienstarthilfe von 1000 Euro.

Kritik an Fördersätzen und Wohnkostenpauschale

Studentenwerke und Sozialverbände kritisieren, dass die Fördersätze und die Einkommensfreibeträge der Eltern trotz der jüngsten Anpassungen nicht mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten Schritt hielten. Besonders die stark angezogenen Mieten in vielen Universitätsstädten bereiten Sorgen. Die aktuelle Wohnkostenpauschale von 380 Euro stehe in keinem Verhältnis zu den durchschnittlichen Mieten für ein einfaches WG-Zimmer von 512 Euro, bemängelte kürzlich das Deutsche Studierendenwerk.

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