Christian Würtz wird neuer Bischof des Bistums Eichstätt. Der 60-Jährige wurde am Donnerstag vom Papst ernannt und tritt damit die Nachfolge von Gregor Maria Hanke an, dessen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bereits im vergangenen Jahr angenommen worden war. Die Amtseinführung ist für den 29. September geplant.
Ein Seelsorger mit Erfahrung
Würtz stammt aus dem unterfränkischen Würzburg und ist seit 2004 Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Sankt Martin in einem Ortsteil von Würzburg. Zuvor war er unter anderem als Geistlicher Rat und Dekan tätig. Er gilt als bodenständiger Seelsorger, der die Menschen direkt anspricht.
Der neue Bischof wurde 1964 geboren und empfing 1991 die Priesterweihe. Seitdem war er in verschiedenen Gemeinden und Einrichtungen der Diözese Würzburg eingesetzt. Neben seiner seelsorgerischen Arbeit engagierte er sich in der Aus- und Fortbildung von Pastoralreferenten und Gemeindereferenten.
Reaktionen aus dem Bistum
Der Diözesanadministrator des Bistums Eichstätt, Pater Christian Becker, zeigte sich erfreut über die Entscheidung. „Mit Christian Würtz erhält das Bistum Eichstätt einen erfahrenen Seelsorger, der die Menschen mitnimmt und Brücken baut“, sagte Becker. Auch der Eichstätter Dompropst und das Domkapitel begrüßten die Ernennung.
Würtz selbst äußerte sich bescheiden: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bitte um Gottes Segen. Die Menschen im Bistum Eichstätt sind mir bereits jetzt ans Herz gewachsen.“
Herausforderungen im Bistum
Das Bistum Eichstätt steht vor großen Herausforderungen: Wie überall in der katholischen Kirche sinken die Mitgliederzahlen, und der Priestermangel wird immer spürbarer. Zudem muss der neue Bischof die Strukturreform der Diözese weiter vorantreiben, die bereits unter seinem Vorgänger begonnen wurde.
Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Missbrauchsfällen. Das Bistum hat in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen, um Aufarbeitung und Prävention zu verbessern. Würtz wird sich diesen Aufgaben stellen müssen.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Amtseinführung am 29. September wird in einem feierlichen Gottesdienst im Eichstätter Dom stattfinden. Dazu werden Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft erwartet. Bis dahin wird Würtz die Diözese kennenlernen und erste Gespräche mit Mitarbeitern und Gremien führen.
Der neue Bischof bringt frische Impulse mit. Seine Erfahrung in der Gemeindearbeit könnte helfen, die Kirche im Bistum Eichstätt zukunftsfähig zu machen. Die Gläubigen hoffen auf einen Bischof, der zuhört und neue Wege geht.



