Schreckmoment für eine Schwimmerin am Montagmorgen in Böhl-Iggelheim: Die Frau berührte beim Baden einen großen, hellen und glitschigen Gegenstand im Wasser und vermutete sofort eine Wasserleiche. Sie alarmierte die Polizei, die daraufhin einen Großeinsatz auslöste.
Großeinsatz mit Polizeitauchern
Die Polizeidirektion Ludwigshafen wurde gegen 9 Uhr verständigt und rückte mit einem Großaufgebot an, darunter mehrere Taucher und Spezialkräfte. Die Suchmaßnahmen erstreckten sich über zwei Tage, von Montagmorgen bis Dienstag. Die Taucher durchkämmten den Weiher systematisch, um den vermeintlichen Leichnam zu lokalisieren.
Erlösung: Keine Wasserleiche, sondern eine Boje
Am Dienstag gelang den Polizeitauchern schließlich die Bergung des Gegenstands. Es handelte sich um eine selbstgebaute Boje aus Styropor und Klebeband, die stark mit Algen bewachsen war. Sie war mit einem Seil an einem schweren Gegenstand am Grund des Sees verankert. „Wir konnten definitiv menschliche Überreste ausschließen“, sagte ein Polizeisprecher. Aufgrund des Algenbewuchses müsse die Boje schon länger im Wasser gelegen haben.
Die Herkunft der Boje ist unklar. Dem örtlichen Anglerverein war sie nicht bekannt. Die Polizei ermittelt nun, wer die Boje dort angebracht hat und ob möglicherweise eine Gefahr für Badegäste bestand.
Falscher Alarm mit Folgen
Der Einsatz war für die Rettungskräfte aufwendig und band erhebliche personelle Ressourcen. „Wir nehmen jeden Hinweis ernst, auch wenn es sich letztlich als Fehlalarm herausstellt. Die Sicherheit der Bürger hat oberste Priorität“, so der Polizeisprecher weiter. Die Schwimmerin zeigte sich erleichtert, dass es sich nicht um eine Wasserleiche handelte.
Ähnliche Fehlalarme kommen an Gewässern immer wieder vor. Treibholz, versunkene Gegenstände oder stark bewachsene Objekte werden häufig mit menschlichen Körpern verwechselt. Die Polizei rät Badegästen, bei verdächtigen Funden umsichtig zu handeln und sofort die Behörden zu informieren.



