Jugendaktionsfläche am Park Babelsberg: Thema bleibt, Geld fehlt
Jugendaktionsfläche Park Babelsberg: Kein Geld in Sicht

Die Idee einer Jugendaktionsfläche am Park Babelsberg in Potsdam ist noch nicht aufgegeben. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfrage. Die Fläche, eine rund 1000 Quadratmeter große Wiese zwischen dem Park, der Nutheschnellstraße und dem besetzten Haus La Datscha, war vor einigen Jahren von Teilen der Stadtpolitik als möglicher Treffpunkt für Jugendliche ins Gespräch gebracht worden. Es mangele an Orten, an denen junge Menschen ungestört sein können, ohne Anwohner zu stören, so die damalige Begründung.

Wunsch nach Freiräumen für Jugendliche

In Potsdam gibt es vergleichsweise wenige Plätze, an denen Jugendliche sich draußen treffen, laut sein und ihre Freizeit gestalten können. Viele bestehende Grünflächen liegen in Wohngebieten, sodass Lärmkonflikte vorprogrammiert sind. Die vorgeschlagene Wiese am Park Babelsberg gilt als geeignet, da sie abseits dichter Wohnbebauung liegt. Die Nähe zur Nutheschnellstraße sorgt zwar für Verkehrslärm, aber genau das macht den Ort für Jugendliche attraktiv: Sie können sich dort frei entfalten, ohne Rücksicht auf Nachbarn nehmen zu müssen.

Keine Finanzierung in Sicht

Trotz des politischen Willens bleibt die Umsetzung vorerst blockiert. Die Stadt Potsdam betont, dass die Idee weiterhin diskutiert werde und nicht vom Tisch sei. Allerdings gibt es für das Projekt aktuell keine Haushaltsmittel. Die Finanzierung sei weder im laufenden noch im kommenden Jahr gesichert. Auch Gespräche mit der Schlösserstiftung, die für den Park Babelsberg zuständig ist, hätten bislang keine Lösung gebracht. Die Stiftung habe grundsätzlich Interesse signalisiert, doch konkrete Zusagen stünden aus.

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Politische Unterstützung und offene Fragen

Die Forderung nach einer Jugendaktionsfläche kommt vor allem aus den Reihen der Stadtverordneten. Sie sehen in dem Areal eine Chance, dem Mangel an Jugendräumen im öffentlichen Raum entgegenzuwirken. Die Verwaltung prüft derzeit, ob alternative Standorte infrage kommen oder ob sich durch Fördermittel doch noch eine Finanzierung ermöglichen lässt. Auch die Frage der Zuständigkeit ist noch nicht abschließend geklärt: Die Wiese liegt im Einflussbereich mehrerer Akteure – der Stadt, der Schlösserstiftung und des Landes Brandenburg.

Bis auf Weiteres bleibt die Fläche daher ungenutzt. Jugendliche in Potsdam müssen sich weiterhin mit den bestehenden Angeboten begnügen, die oft überlastet oder nicht frei zugänglich sind. Die Stadtverwaltung verspricht, das Thema im Auge zu behalten und bei sich bietenden Gelegenheiten voranzutreiben. Ein konkreter Zeitplan existiert jedoch nicht.

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