Mitteldeutschland erlebt einen ungewöhnlichen Wintereinbruch im Mai. Nach einem warmen Wochenende mit Temperaturen bis zu 28 Grad in Passau kehrte der Winter überraschend zurück. Seit Dienstagmorgen liegen die Mittelgebirge unter einer Schneedecke, die Wetterexperten als selten bezeichnen.
Meteorologe Dominik Jung erklärte gegenüber BILD: „Es hat auch schon im August geschneit. Das Ausmaß ist wirklich ungewöhnlich.“ Ursache sei Polarluft, die die Schneefallgrenze auf 500 Meter drückte. Vom Brocken bis zum Allgäu fiel Schnee in fast allen deutschen Mittelgebirgen.
Wetterexperte Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de zeigte sich überrascht: „Nur etwa alle zehn Jahre schneit es im Mai.“ Er prognostiziert eine anhaltende Kältewelle: „Das kann jetzt noch zehn Tage so bleiben.“ Der Vatertag werde kalt, windig und nass, in Gipfellagen sei weiterhin Schnee möglich.
Der Deutsche Wetterdienst sagt für Süddeutschland weiter ungemütliches Wetter voraus. In Höhenlagen von 600 bis 800 Metern geht Regen in Schnee über, begleitet von kräftigen Schauern und Graupelgewittern. Im Norden bleibt es wechselhaft, aber weniger winterlich mit Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad.



