Unwetter zerstört Imbiss von TV-Köchin in Sächsischer Schweiz
Unwetter zerstört Imbiss von TV-Köchin

Das schwere Unwetter in der Sächsischen Schweiz hat den Imbiss der bekannten TV- und Eventköchin Verena Leister am Amselsee vollständig zerstört. Die Dresdner Köchin, die unter anderem in der Sat.1-Kochshow „The Taste“ aufgetreten ist, steht seit dem Wochenende vor einem Trümmerfeld. Ihr erstes Gefühl: „Das ist die Hölle“, sagte sie sichtlich mitgenommen.

Zerstörung am Amselsee

Der Imbiss liegt malerisch am Amselsee in der Sächsischen Schweiz, einem beliebten Ausflugsziel für Wanderer und Touristen. Doch nach dem Unwetter am Freitagabend ist von der Idylle nichts mehr übrig. Umgestürzte Bäume haben das kleine Gebäude regelrecht begraben. „Der Imbiss ist komplett bedeckt mit den ganzen Bäumen“, berichtet Leister. „Also von oben kam ein Riesenbaum drauf. Das Dach ist eingestürzt, ist undicht. Von innen kam die Decke runter. Die Wände sind verzogen und auch die Böden sind beschädigt.“

Die angrenzenden Ruderboote, die zum Betrieb gehören und normalerweise von Gästen für eine Fahrt über den See genutzt werden, sind kaum noch zu erkennen. Von den knapp 30 Booten sei vor lauter Stämmen und Ästen nichts mehr zu sehen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, wie die Köchin erklärte.

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Tödliche Windböen

Das Gewitter, das am Freitagabend über die Sächsische Schweiz hinwegzog, brachte nicht nur schwere Sachschäden mit sich, sondern forderte auch ein Menschenleben. Ein 28-jähriger Mann wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen und war noch an der Unglücksstelle gestorben. Für Verena Leister ist das das Schlimmste: „Ein Menschenleben ist immer das Allerschlimmste“, sagte sie. Ihr erster Gedanke, als sie von dem Unwetter erfuhr, sei gewesen, ob jemand verletzt wurde.

Die Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und betroffene Gebiete abzusichern. Die Behörden hatten vor schweren Gewittern gewarnt, doch die Heftigkeit der Windböen überraschte selbst erfahrene Meteorologen.

Urlaub in Kroatien abgebrochen

Verena Leister erlebte die Nachricht von der Zerstörung aus der Ferne: Sie befand sich mit ihrer Familie im ersten gemeinsamen Sommerurlaub seit neun Jahren. Doch die Freude währte nur kurz. „Wir waren tatsächlich gerade das allererste Mal seit neun Jahren in unserem Sommerurlaub mit den Kindern. Und dann kam der Anruf und dann war für uns klar, es ist sofort Sachen packen und wir müssen nach Hause“, erzählt die Köchin. Die Familie fuhr über Nacht durch und kam direkt zum Amselsee, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Vor Ort angekommen, sei sie sprachlos gewesen. „Ich habe gestern Abend schon sehr viel geheult, weil man die Bilder natürlich gesehen hat und alles“, sagt sie. Aber jetzt zu sehen, wie die schöne Natur rund um den Amselsee in kürzester Zeit zerstört wurde: „Das ist schon echt schlimm.“

Kein Betrieb in dieser Saison

Für Leister steht fest, dass der Imbiss in diesem Jahr nicht mehr öffnen kann. „Also wir hoffen, dass wir das schnellstmöglich hinkriegen, aber diese Saison wird definitiv das nicht mehr möglich sein“, sagt sie. Die Saison ist ohnehin schon fortgeschritten, doch die Schäden sind so massiv, dass an eine Wiedereröffnung vor dem Winter nicht zu denken ist. Für das kommende Jahr gibt sich die Köchin jedoch hoffnungsvoll: „Realistisch betrachtet, müssen wir wirklich viel tun und machen.“

Die Zerstörung am Amselsee ist ein weiteres Beispiel für die schweren Unwetter, die in diesem Sommer immer wieder für Verwüstungen in Deutschland sorgen. Die Sächsische Schweiz, bekannt für ihre bizarren Felsformationen und dichten Wälder, wurde von den Sturmböen besonders hart getroffen. Wanderwege sind blockiert, zahlreiche Bäume entwurzelt – die Natur braucht Zeit, um sich zu erholen.

Verena Leister steht nun vor einer ungewissen Zukunft. Ihr Lebenstraum, der Imbiss am Amselsee, liegt in Trümmern. Doch sie will kämpfen. Die Anteilnahme von Stammgästen und Nachbarn ist groß, viele haben in den sozialen Medien ihre Unterstützung angeboten. Die Köchin selbst ist bemüht, nach vorn zu schauen: „Wir werden alles daran setzen, nächstes Jahr wieder da zu sein“, sagt sie mit fester Stimme. Bis dahin bleibt nur das Aufräumen – und die Hoffnung auf einen milden Winter.

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