Ungewöhnlich warmer Juli in Berlin und Brandenburg: Viel Regen in Hauptstadt
Warmer Juli in Berlin und Brandenburg: Regenrekord in Hauptstadt

Juli 2025: Überdurchschnittlich warm in Berlin und Brandenburg

Der Juli dieses Jahres hat in Berlin und Brandenburg außergewöhnlich hohe Temperaturen gebracht. Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die Mitteltemperatur in Berlin bei 19,7 Grad Celsius. Damit war der Monat um 1,4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990. In Brandenburg betrug die Mitteltemperatur 19,2 Grad Celsius – ein Plus von 1,3 Grad gegenüber dem Klimareferenzwert. In diese Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen ein.

Die diesjährigen Julitemperaturen setzen den Trend der vergangenen Jahre fort, in denen die Sommermonate in Deutschland immer wärmer wurden. Klimaforscher führen dies auf den globalen Klimawandel zurück, der auch in Mitteleuropa zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen führt.

Höchstwerte und Regenmengen

Die Maximaltemperatur wurde am heutigen Tag mit jeweils 35 Grad Celsius erreicht – sowohl in Berlin als auch in Brandenburg. Trotz der hohen Temperaturen fiel in keinem anderen Bundesland im Juli so viel Regen wie in Berlin. Laut DWD registrierte die Hauptstadt 68 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Dies liegt um ein Viertel über dem Wert des Klimareferenzzeitraums von 54 Litern pro Quadratmeter. In Brandenburg hingegen war die Niederschlagsmenge mit 50 Litern pro Quadratmeter leicht unterdurchschnittlich.

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Der Regen in Berlin konzentrierte sich auf wenige, aber heftige Gewitterereignisse. Dies führte lokal zu Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern, während die Gesamtsumme durch die langen trockenen Phasen dennoch hoch ausfiel.

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Umwelt

Die Kombination aus Wärme und ungleich verteiltem Niederschlag stellt die Landwirtschaft in der Region vor Herausforderungen. Während die reichlichen Regenfälle in Berlin die Böden kurzfristig versorgten, blieb es in Brandenburg vergleichsweise trocken. Landwirte berichten von Ernteausfällen bei Mais und Getreide, insbesondere in den nördlichen Landkreisen. Der DWD warnt zudem vor einer erhöhten Waldbrandgefahr in den trockeneren Gebieten Brandenburgs, auch wenn die Temperaturen nicht die Rekordmarken des Vorjahres erreichten.

Die sommerliche Hitze belastet auch die städtische Infrastruktur. In Berlin wurden vermehrt Hitzewarnungen ausgegeben, und die Berliner Wasserbetriebe meldeten einen Anstieg des Wasserverbrauchs um 15 Prozent. Die öffentlichen Bäder und Seen verzeichneten hohe Besucherzahlen.

Vergleich mit den Vorjahren

Der Juli 2025 reiht sich in eine Serie überdurchschnittlich warmer Monate ein. Im Vorjahr lag die Mitteltemperatur in Berlin bei 19,2 Grad, 2023 sogar bei 20,1 Grad. Der Rekordwert für Berlin aus dem Jahr 2018 mit 21,8 Grad wurde jedoch nicht erreicht. Die Niederschlagsmenge von 68 Litern pro Quadratmeter ist für Berlin überdurchschnittlich, liegt aber unter dem Extremwert von 2017 mit 82 Litern.

Brandenburg verzeichnete im Juli 2025 ähnliche Temperaturabweichungen wie Berlin, blieb aber beim Regen unter dem Durchschnitt. Dies unterstreicht die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands, die durch die geografische Lage und lokale Wetterlagen bedingt sind.

Prognose und Ausblick

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die kommenden Tage zunächst eine leichte Abkühlung, bevor zum Monatsende hin erneut heiße Luft aus Südeuropa herangeführt wird. Die Wahrscheinlichkeit für weitere Gewitter mit Starkregen bleibt erhöht. Die langfristigen Klimamodelle deuten darauf hin, dass solche Wetterextreme in Zukunft häufiger auftreten werden. Der Juli 2025 ist ein weiteres Beispiel für die Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

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