Ein tragischer Badeunfall in Thailand: Ein 13 Jahre alter Junge ist am Samstag am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat nach dem Stich einer hochgiftigen Würfelqualle gestorben. Das berichtete der Sender Thai PBS unter Berufung auf die thailändische Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR). Die Würfelqualle, auch Seewespe genannt, zählt zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Ihr Gift kann innerhalb weniger Minuten Herz und Nervensystem schwer schädigen und im schlimmsten Fall zu Atem- oder Herzstillstand führen.
Behörden reagieren mit verschärften Warnungen
Nach dem tödlichen Vorfall haben die thailändischen Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen ausgeweitet. Die Regionalbüros wurden angewiesen, gefährdete Küstenabschnitte gemeinsam mit Gesundheitsbehörden und Strandbetreibern verstärkt zu überwachen und Badegäste frühzeitig zu warnen. Der betroffene Strand liegt rund 800 Kilometer südlich von Bangkok am Golf von Thailand. Die Region ist vor allem bei einheimischen Urlaubern beliebt und international weniger bekannt.
Experten raten: Essig statt Süßwasser bei Stichen
Die Behörden rufen Urlauber dazu auf, bei Sichtungen giftiger Quallen nicht ins Wasser zu gehen und Warnhinweise der Rettungsschwimmer unbedingt zu beachten. Quallen sollten außerdem niemals mit bloßen Händen berührt werden. Kommt es dennoch zu einem Stich, empfehlen die Behörden, die betroffene Person sofort aus dem Wasser zu bringen und die Verletzung mindestens 30 Sekunden lang mit Haushaltsessig zu spülen. Von Süßwasser, Alkohol oder Reiben der Haut wird ausdrücklich abgeraten, da dadurch zusätzliches Gift freigesetzt werden kann. An vielen gefährdeten Stränden in Thailand wurden deshalb Essig-Notfallstationen eingerichtet.
Wiederholte Vorfälle in der Region
Würfelquallen kommen im gesamten Indopazifik vor. In Thailand gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere tödliche Vorfälle – unter anderem auf den beliebten Ferieninseln Koh Samui und Koh Phangan. Dort starb 2015 auch eine junge Deutsche nach dem Stich einer Seewespe. 2021 kam zudem ein israelisches Kind ums Leben. Die Behörden appellieren an alle Strandbesucher, die Warnungen ernst zu nehmen und im Notfall schnell zu handeln.



