Brückenabriss verzögert: Obdachlose besetzen Sperrzone am Breitenbachplatz
Abriss verzögert: Obdachlose in Sperrzone am Breitenbachplatz

Seit Montag gilt unter der Brücke am Breitenbachplatz in Steglitz-Zehlendorf ein Parkverbot. Rund 20 Parkplätze wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil die Rampe als marode gilt und abgerissen werden soll. Doch nun hat sich der Abriss verzögert: Obdachlose haben den gesperrten Bereich entdeckt und nutzen ihn als Unterkunft.

Hintergrund: Warum die Parkplätze gesperrt wurden

Die Brücke am Breitenbachplatz ist in einem schlechten Zustand. Die Rampe, die zu den Parkflächen führt, ist einsturzgefährdet. Deshalb ordnete das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf mit sofortiger Wirkung ein Parkverbot an. Anwohner und Gewerbetreibende, die auf die Stellflächen angewiesen sind, stehen nun vor einem Problem. „Viele Anwohner haben keine andere Möglichkeit, ihr Auto abzustellen“, sagt eine Sprecherin des Bezirks. Die Sperrung sei jedoch unumgänglich, um Unfälle zu vermeiden.

Überraschende Entdeckung: Obdachlose in der Sperrzone

Bei einer Kontrolle der Fläche entdeckten Mitarbeiter des Ordnungsamtes mehrere Obdachlose, die sich in dem gesperrten Bereich niedergelassen hatten. Sie hatten dort Schlafsäcke, Decken und einige Habseligkeiten deponiert. Die Behörden stehen nun vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits muss die Fläche für den Abriss freigeräumt werden, andererseits dürfen die Obdachlosen nicht einfach vertrieben werden.

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Verzögerung des Abrisses und ihre Folgen

Der Abriss der Rampe, der eigentlich in dieser Woche beginnen sollte, musste verschoben werden. „Wir können die Menschen nicht einfach auf die Straße setzen“, so die Bezirkssprecherin. Zunächst müsse eine Lösung für die Obdachlosen gefunden werden. Das Sozialamt ist eingeschaltet und prüft Unterbringungsmöglichkeiten. Die Verzögerung könnte mehrere Wochen dauern, was die Anwohner weiter belastet.

Reaktionen aus der Nachbarschaft

Die Anwohner reagieren mit gemischten Gefühlen. Einige zeigen Verständnis für die Situation der Obdachlosen, andere sind verärgert über die anhaltende Parkplatznot. „Wir haben schon vor der Sperrung kaum Parkplätze gefunden“, klagt ein Anwohner. „Jetzt wird es noch schlimmer.“ Die Gewerbetreibenden in der Nähe befürchten zudem Umsatzeinbußen, da Kunden weniger gut parken können.

Ausblick: Wie geht es weiter?

Das Bezirksamt arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung. Es wird geprüft, ob die Obdachlosen in nahegelegene Unterkünfte vermittelt werden können. Erst danach kann der Abriss fortgesetzt werden. Die Sperrung der Parkplätze bleibt bis auf Weiteres bestehen. Die Behörden bitten um Verständnis und Geduld.

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