Bis zu 38 Grad in Berlin: So erlebt die Hauptstadt den Hitzetag
Bis zu 38 Grad: Berliner Hitzetag im Live-Blog

In Berlin und Brandenburg werden am Donnerstag laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Temperaturen bis zu 38 Grad erwartet – und am Abend Unwetter mit Starkregen und orkanartigen Böen. Der DWD hat eine Hitzewarnung ausgesprochen. Für die Berlinerinnen und Berliner heißt das: abkühlen, Eis essen, Schatten suchen. Unsere Reporter begleiten den Hitze-Tag in der Hauptstadt.

Familie flüchtet vor der Hitze

Der Sohn von Alexandra (37) und Anton (30) feiert heute seinen ersten Geburtstag – und das bei 38 Grad. Die Familie startete den Tag früh auf dem Spielplatz im Calisthenics-Park am Max-Joseph-Metzger-Platz in Wedding. „Eigentlich wollten wir heute in den Streichelzoo“, erklärt Anton. Doch ab 12 Uhr wollen sie das Haus nicht mehr verlassen. „Wir werden einen kleinen Pool im schattigen Garten aufbauen und ganz viel Eis essen, aber raus trauen wir uns danach nicht mehr.“ Die Hitze ist besonders für Babys und Kleinkinder gefährlich.

Touristin sucht Kühlung in klimatisierten Räumen

Andrea (48), eine Touristin aus der Schweiz, begann ihren warmen Berliner Morgen lesend im Park auf dem Martha-Ndumbe-Platz in Wedding. Sie hat ein klassisches Touristenprogramm geplant: Potsdamer Platz mit Legoland – sie hofft auf kühle Innenräume –, danach Shopping, Checkpoint Charlie und vielleicht das Spy-Museum. „Vor allem freue ich mich auf die klimatisierten Räume der Mall of Berlin“, sagt sie.

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Asphaltbauer: „Wir sind der Sonne gnadenlos ausgeliefert“

Was passiert, wenn der Asphalt sich aufheizt, die Sonne sticht und kein Schatten in Sicht ist? Kappe, Sonnencreme und viel trinken helfen nur begrenzt. „Trotzdem muss der Job weitergehen“, sagt Asphaltbauer Stefan. Er arbeitet auch bei diesen Temperaturen auf der Straße. „Wir sind der Sonne gnadenlos ausgeliefert“, so Stefan. Die Arbeitsbedingungen seien extrem, aber notwendig.

Elektroniker: „Man gewöhnt sich dran“

Es ist 7.30 Uhr in Berlin-Pankow. Tom ist schon seit eineinhalb Stunden im Einsatz. Als Elektroniker und Monteur arbeitet er an besonders arbeitsreichen Tagen mehr als zehn Stunden. Vor der angekündigten Hitze hat er keine große Angst: „Man wird halt braun“, sagt er lachend. Mit der Zeit hat er Strategien entwickelt, um die Arbeit erträglicher zu machen – etwa frühes Arbeiten und viel Trinken. Die Hitze sei herausfordernd, aber man gewöhne sich dran.

Die Berlinerinnen und Berliner suchen also auf unterschiedliche Weise Abkühlung – sei es im Schatten, in klimatisierten Malls oder mit einem Planschbecken im Garten. Der DWD rät, direkte Sonne zu meiden und ausreichend zu trinken. Mit den angekündigten Unwettern am Abend könnte die Hitze dann jäh ein Ende finden.

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