Am Montagabend haben Unbekannte einen Brandsatz auf eine Flüchtlingsunterkunft im Berliner Stadtteil Hellersdorf geworfen. Ein Bewohner bemerkte gegen 22:30 Uhr Flammen an der Hausfassade und alarmierte den Sicherheitsdienst, der das Feuer noch rechtzeitig löschen konnte. Die Polizei wurde ebenfalls gerufen. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen brennenden Gegenstand, der gegen das Gebäude geschleudert wurde. Verletzt wurde niemand, und das Feuer griff nicht auf die Gebäudesubstanz oder andere Gegenstände über.
Ermittlungen des Staatsschutzes
Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen. Die Beamten sicherten Spuren und befragten Zeugen. Die genaue Tatwaffe und die Hintergründe sind noch unklar. Die Polizei Berlin richtete eine Hotline für Hinweise aus der Bevölkerung ein.
Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte nehmen zu
Der Anschlag in Hellersdorf reiht sich in eine Serie von Angriffen auf Flüchtlingsheime in Deutschland ein. Die Zahl solcher Taten ist in den letzten Monaten gestiegen. Ein Polizeisprecher kommentierte: „Ist wenig überraschend“ – und verwies auf die angespannte gesellschaftliche Stimmung. Die Behörden beobachten die Entwicklung mit Sorge und haben die Schutzmaßnahmen für gefährdete Einrichtungen verstärkt.
Reaktionen aus der Politik
Berlins Innensenatorin verurteilte die Tat scharf und sprach von einem „feigen Angriff auf Schutzsuchende“. Sie forderte eine schnelle Aufklärung und ein entschlossenes Vorgehen gegen rechte Gewalt. Auch der Bundestag diskutiert über schärfere Gesetze zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Umfeld der Unterkunft gemacht haben, sich zu melden. Die Ermittlungen dauern an. Der Brandsatz war nach Angaben der Polizei gezielt gegen die Fassade geworfen worden. Die Bewohner der Einrichtung blieben unverletzt, sind aber stark verunsichert.



