Robert Dahl, Gründer der Karls Erlebnis-Dörfer, wird am 16. Oktober um 11 Uhr in die neue Achterbahn „Bettys Beerchen Boomerang“ in Elstal bei Berlin steigen und erst 24 Stunden später wieder aussteigen. Mit dieser Aktion will der „Erdbeerkönig“ nicht nur für sein neues Fahrgeschäft werben, sondern auch Spenden für die „Karls für alle – Robert Dahl Stiftung“ sammeln, die sich für Inklusion in Freizeitparks einsetzt.
Spenden-Mitfahrten neben Influencern
Die Achterbahn verfügt über zehn Wagen. Neun davon sollen von Influencern und Content-Creatorn besetzt werden, die Dahl derzeit noch sucht. Der jeweils freie zehnte Platz neben ihm ist für Spendende buchbar – für fünf, fünfzig oder tausend Euro. Eine Mindestreichweite für die Influencer gibt es nicht. „Ein Creator mit 150.000 Followern hat manchmal ein geringeres Engagement als jemand mit 15.000 Followern, der interessantere Themen postet“, begründet Dahl. Entscheidend sei die Fähigkeit, Menschen zu mobilisieren und zum Spenden zu bewegen.
Die Resonanz sei bereits jetzt riesig: „Es haben sich unvorstellbar viele Leute gemeldet“, sagt Dahl. Sowohl Interessierte für die Influencer-Plätze als auch Menschen, die eine Mitfahrt kaufen wollen. Bestätigt ist bislang noch niemand. Wer mitmachen möchte, kann sich per Mail unter creator@karls.de bewerben.
Kein festes Spendenziel
Ein offizielles Spendenziel nennt Dahl nicht, aber er rechnet durch: Bei einer Fahrtdauer von etwa vier Minuten inklusive Ein- und Ausstieg ergeben sich rund 15 Fahrten pro Stunde. Mit zehn Plätzen wären das 150 mögliche Spenden-Mitfahrten pro Stunde. Über 24 Stunden sind das insgesamt 3600 Plätze. „Sagen wir, wir kriegen die alle ausverkauft und nehmen im Schnitt zehn Euro ein, dann wären das 36.000 Euro.“ Sein Fazit: „So zwischen 10.000 und 60.000 Euro ist, glaube ich, alles drin.“
Pro Stunde will sich Dahl fünf Minuten Pause gönnen. Die gesammelten Gelder kommen Menschen mit körperlichen oder finanziellen Einschränkungen zugute, aber auch Dahls eigenem Imperium: Sie sollen helfen, die Karls Erlebnis-Dörfer für alle zugänglich zu machen – mit barrierefreien Wegen, Eingängen und Sanitäranlagen, Fahrgeschäften, die alle nutzen können, Ferienhäusern für Familien mit beeinträchtigten Mitgliedern und Unterstützung für Menschen, die sich einen Freizeitpark sonst nicht leisten können. Die Berliner Zeitung hatte zuerst über die Aktion berichtet.



