Deutscher nach Party-Exzessen aus Kolumbien ausgewiesen
Deutscher nach Party-Exzessen aus Kolumbien ausgewiesen

Ein deutscher Staatsbürger ist von der kolumbianischen Einwanderungsbehörde Migración Colombia ausgewiesen worden. Der Mann hatte in Medellín tagelang Partys mit Drogen, Alkohol und Prostituierten gefeiert, in die Luft geschossen und öffentlich Sex auf seiner Terrasse gehabt. Die Behörde warf ihm vor, wiederholt den Frieden und die Ruhe der Gemeinschaft gestört zu haben.

Nach zahlreichen Beschwerden von Nachbarn überwachte Migración Colombia das Treiben des Deutschen und wertete seine freizügigen Posts in sozialen Medien aus. Dem Mann wurden erhebliche Lärmbelästigung und mutmaßlicher Drogenkonsum vorgeworfen. Zudem besaß er Waffen, mit denen er aus den Fenstern seiner Wohnung in die Luft schoss.

Ein Sprecher der Behörde erklärte, es sei häufig zu Auseinandersetzungen mit Sexarbeiterinnen gekommen, die die Bezahlung ihrer Dienste forderten. Der Deutsche habe sich mit ihnen auf der Terrasse vergnügt, zum Unmut der Nachbarn. Während der Untersuchung ergaben sich Hinweise auf die Produktion von Pornos in der Wohnung sowie auf mutmaßliche Kinderprostitution; die Ermittlungen dazu laufen.

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Gloria Esperanza Arriero López, Generaldirektorin von Migración Colombia, betonte, man werde weiterhin alle notwendigen Maßnahmen gegen Verhaltensweisen von Ausländern ergreifen, die das Zusammenleben oder die Sicherheit beeinträchtigen. Der Deutsche wurde bis zum Flugzeug eskortiert und flog über Madrid nach Frankfurt am Main. Er darf für zehn Jahre nicht nach Kolumbien einreisen. Ob deutsche Ermittlungsbehörden eingeschaltet wurden, blieb zunächst offen.

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