Drei Tote bei Sturz vom Harzturm in Altenau
Drei Tote bei Sturz vom Harzturm

Bei einem tragischen Vorfall im Harz sind drei Menschen ums Leben gekommen, nachdem sie von einem Aussichtsturm gestürzt waren. Die Rettungskräfte trafen am Nachmittag in Altenau (Landkreis Goslar) ein, doch für die drei Personen kam jede Hilfe zu spät, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Die genauen Umstände des Unglücks sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Einsatz und Sperrung

Die Feuerwehr wurde gegen 16.45 Uhr alarmiert. Die Einsatzkräfte sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab und errichteten Sichtschutzwände, um die Privatsphäre der Opfer zu wahren. Das Kriseninterventionsteam des Landkreises wurde ebenfalls hinzugezogen, um die psychosoziale Betreuung der Angehörigen und der Rettungskräfte zu übernehmen. Polizei und Feuerwehr sind weiterhin vor Ort, um die Ermittlungen zu unterstützen.

Der Harzturm: Ein imposantes Bauwerk

Der Harzturm ist mit 65 Metern Höhe der höchste deutsche Aussichtsturm in Holz-Stahl-Konstruktion. Er befindet sich im Oberharz und bietet zwei Aussichtsplattformen sowie einen sogenannten „Skywalk“ mit Glasboden in 45 Metern Höhe. Die Baukosten beliefen sich auf rund zehn Millionen Euro, wovon Land und Bund etwa 1,4 Millionen Euro als Förderung beisteuerten. Der Aufstieg ist sowohl über Treppen als auch mit einem Fahrstuhl möglich. Für den Abstieg steht unter anderem eine 110 Meter lange Rutsche zur Verfügung. Im Turm befinden sich zudem ein Restaurant und ein Souvenirshop.

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Verzögerte Fertigstellung

Die Fertigstellung des Turms hatte sich mehrfach verzögert. Als Gründe nannten die Betreiber die Corona-Pandemie, den Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise. Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2021, die offizielle Einweihung fand am 1. November 2024 durch Niedersachsens damaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil statt. Alle Bereiche waren erst später vollständig nutzbar.

Unglücksursache noch unklar

Wie es zu dem Sturz kommen konnte, ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden. Der Turm bleibt vorerst geschlossen. Die Gemeinde Altenau und die Betreibergesellschaft haben ihre Anteilnahme bekundet und arbeiten mit den Behörden zusammen.

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