Erdbeben in Pisa: Schiefer Turm bleibt unversehrt
Erdbeben in Pisa: Schiefer Turm bleibt unversehrt

Ein Erdbeben der Stärke 4,3 hat die Region um die toskanische Stadt Pisa erschüttert. Der berühmte Schiefe Turm, das Wahrzeichen der Stadt, blieb nach ersten Angaben der Behörden unbeschädigt und blieb für Besucher geöffnet. Zahlreiche Menschen flüchteten aus Sorge vor größeren Schäden auf die Straßen, wie die Behörden mitteilten.

Beben erschüttert Pisa und Umgebung

Das Beben ereignete sich gegen 10.15 Uhr und war auch in den umliegenden Gemeinden sowie in Lucca und Massa Carrara zu spüren. Das Epizentrum lag laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) etwa sieben Kilometer von Pisa entfernt in einer Tiefe von acht Kilometern. Bei der Notrufnummer 112 gingen nach dem Beben Hunderte Anrufe ein. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden.

Der Präsident der Region Toskana, Eugenio Giani, berichtete von großer Aufregung in der Bevölkerung. „Derzeit liegen keine Meldungen über Verletzte vor“, versicherte er in den sozialen Netzwerken. Vorsichtshalber seien „einige Evakuierungen“ im Gange. Nach Angaben der Behörden kehrten die meisten Menschen, die auf die Straße geflüchtet waren, nach wenigen Minuten in ihre Häuser zurück.

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Schiefer Turm bleibt unversehrt

Der Schiefe Turm von Pisa, der jährlich Millionen von Touristen anzieht, wurde durch das Beben nicht beschädigt. Das Wahrzeichen der Stadt, das mehr als 50 Meter hoch ist, blieb geöffnet. Pisa hat rund 90.000 Einwohner und liegt nur etwa zehn Kilometer von der Küste entfernt. In den Sommermonaten halten sich in der Region besonders viele Touristen auf, darunter zahlreiche Deutsche.

Die Toskana ist eine beliebte Urlaubsregion, in der es immer wieder zu Erdbeben kommt, meist jedoch im Landesinneren. Italien liegt auf der Grenzzone zwischen der afrikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte, weshalb das gesamte Land regelmäßig von Erdstößen betroffen ist.

Erst am Wochenende Beben in Neapel

Erst am vergangenen Wochenende hatte es in der süditalienischen Großstadt Neapel heftig gebebt, so stark wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Bei dem Beben der Stärke 4,7 wurden 26 Menschen verletzt. In Neapel gab es am Dienstag einen Protestzug von Einwohnern, die vom Staat einen besseren Schutz gegen Erdbeben verlangten. Auf Plakaten waren Sprüche wie „Schande über Euch“ zu lesen.

Die Erdbeben in Italien sorgen immer wieder für Aufsehen, da das Land geologisch besonders aktiv ist. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und die offiziellen Anweisungen zu befolgen. Die genauen Auswirkungen des Bebens in Pisa werden derzeit noch untersucht.

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