Extrem-Hitze und Gewitter: Wetterlage in Deutschland bleibt explosiv
Extrem-Hitze und Gewitter: Wetterlage bleibt explosiv

Nach erneuter Extrem-Hitze mit Spitzenwerten um 40 Grad drohen in Deutschland schwere Gewitter. Besonders im Süden und Osten sind Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Die Wetterlage bleibt bis zur Wochenmitte angespannt, bevor eine kurze Abkühlung eintritt.

Hitze und Gewitter im Wechsel

Der Sommer 2026 stellt weite Teile Deutschlands vor große Herausforderungen. Vor allem der Süden leidet unter einer anhaltenden Hitzewelle, die von Südeuropa übernommen wurde. Am Montag wurden in Weil am Rhein erneut Spitzenwerte um 40 Grad gemessen, auch am Dienstag blieben die Temperaturen in Süddeutschland ähnlich hoch. Diese extreme Hitze, die früher eine absolute Ausnahme war, wird durch den Klimawandel und veränderte Wetterlagen immer häufiger zur Normalität.

Die anhaltende Trockenheit hat die Böden ausgetrocknet, doch nun beginnt sich die Lage zu verändern. Die Luft wird feuchter, da die Meere um Deutschland herum immer wärmer werden und mehr Wasser verdunstet. Diese Feuchtigkeit macht die Atmosphäre instabiler, und die Hochdruckgebiete über Mitteleuropa schwächen sich langsam ab. Dadurch steigt die Gewittergefahr. Bereits am Wochenende forderten Unwetter ein Menschenleben, und weitere Gewitter werden erwartet.

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Wochenmitte: Schwüle und neue Gewitter

Am Mittwoch werden im Osten und Süden erneut Temperaturen um 35 Grad erwartet. Die Luft wird schwül und belastend. Schon am Morgen ziehen nächtliche Gewitter im Nordosten ab, doch im Tagesverlauf bilden sich im Süden und Osten neue Gewitterzellen. Diese treten nur regional auf und sind schwer vorherzusagen. Wo sie zuschlagen, drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Die Nordwesthälfte Deutschlands profitiert bereits von kühlerer Luft, die sich am Donnerstag ost- und südwärts ausbreitet. Trotzdem sind dort Spitzenwerte um 30 Grad möglich, und an den Alpen können Gewitter mit Starkregen auftreten. Am Freitag könnte es erstmals seit langem keinen Hitzetag geben: Im Süden werden nur bis zu 29 Grad erwartet, in der Mitte entspanntes Sommerwetter mit rund 25 Grad, während es im Norden kühler und windiger bleibt.

Nächste Hitzewelle kündigt sich an

Doch die Abkühlung ist nur von kurzer Dauer. Bereits am Samstag kehrt die Hitze mit rund 32 Grad zurück, am Sonntag erreicht die 30-Grad-Marke sogar Norddeutschland. Im Südwesten sind mindestens 35 Grad möglich, und zu Beginn der neuen Woche könnten örtlich im Osten und Süden Werte nahe 40 Grad erreicht werden – erneut.

Die Nächte bleiben ebenfalls warm: Tiefstwerte um 20 Grad werden zur Regel, in Innenstädten sogar noch höher. Diese sogenannten Tropennächte belasten die Gesundheit besonders. Die zunehmende Luftfeuchtigkeit verstärkt diesen Effekt, da Wasserdampf als wichtigstes Treibhausgas Energie speichert und die Nächte warm hält.

Kommt der große Unwetter-Hammer?

Bislang hielt sich die Gewitterbilanz in Deutschland trotz der Hitze in Grenzen. Die Trockenheit und mächtige Hochdruckgebiete verhinderten schwere Unwetter. Doch nun bröckeln diese Bedingungen, und die Frage ist, ob ein großer Unwetter-Hammer noch kommt. Erste heftige Gewitter gab es bereits, und in der Nacht zu Freitag könnten in den Alpen Starkregen mit lokalen Überflutungen und Gerölllawinen auftreten.

Nach einem ruhigen Wochenende deutet sich zum Montag oder Dienstag erneut eine Gewitterlage an. Die Hitzeglocke Südeuropas gibt jedoch nicht auf, und das Mittelmeer ist in manchen Regionen nahezu karibisch warm. Diese gewaltigen Energiemengen könnten sich früher oder später in Extremwettern entladen – wann, wo und wie, bleibt abzuwarten.

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