In einem Mehrfamilienhaus in Augsburg hat ein Feuer ein Todesopfer gefordert. Eine Frau wurde bei den Löscharbeiten von der Feuerwehr nur noch tot aufgefunden. Wie die Polizei mitteilte, dauern die Ermittlungen zur Brandursache an.
Der Einsatz im Überblick
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Anwohner hatten die Flammen zuvor bemerkt und den Notruf gewählt. Beim Eintreffen der Rettungskräfte drang dichter Rauch aus dem Gebäude, in einer Wohnung brannte es lichterloh. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit den Lösch- und Rettungsarbeiten. Für die Frau im betroffenen Haus kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie wurde leblos in einer Wohnung entdeckt und konnte von den Rettungskräften nicht wiederbelebt werden.
Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehr als schwierig. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten die Atemschutzträger unter schwerem Atemschutz vorgehen. Die Löschwasserversorgung musste über eine lange Wegstrecke aufgebaut werden. Zudem bestand die Gefahr, dass das Feuer auf angrenzende Häuser übergreifen könnte. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte dies aber verhindert werden.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Brandursachenermittler sollen klären, wie das Feuer ausbrechen konnte. Dazu werden Spuren am Brandort gesichert und ausgewertet. Auch die Befragung von Zeugen spielt eine wichtige Rolle. Ein technischer Defekt, etwa in der Elektroinstallation, oder ein fahrlässiger Umgang mit Feuer kommen als Ursache in Betracht. Ob ein Fremdverschulden vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Neben der Spurensicherung wird auch die Obduktion der Verstorbenen angeordnet, um genauere Hinweise auf den Todeszeitpunkt und mögliche Besonderheiten zu erhalten. Die Polizei geht Hinweisen aus der Nachbarschaft nach und bittet mögliche Zeugen, sich bei der zuständigen Polizeidienststelle zu melden. Auch die Schadenshöhe ist noch unklar, sie dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Die Ermittlungen werden nach Einschätzung der Behörden noch mehrere Tage andauern.
Anwohner und Hinterbliebene betroffen
Der Brand hat nicht nur ein Menschenleben gefordert, sondern auch große Trauer in der Nachbarschaft ausgelöst. Die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen, wurden aber von dem Erlebten sichtlich mitgenommen. Sie wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut, das die Feuerwehr nach solchen Einsätzen anfordert. Nachbarn haben vor dem Gebäude Blumen und Kerzen abgelegt, um ihrer Anteilnahme Ausdruck zu verleihen.
Das Gebäude selbst ist durch die Flammen und das Löschwasser vorerst unbewohnbar. Betroffene Bewohner mussten bei Verwandten oder in Notunterkünften untergebracht werden. Die Stadt Augsburg hat eine vorläufige Unterbringung organisiert und unterstützt die Anwohner bei der Bewältigung der ersten Zeit nach dem Brand. Die weiteren Schritte hängen auch von den Ergebnissen der Brandursachenermittlung ab.
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig funktionierende Rauchmelder und freie Fluchtwege in Mehrfamilienhäusern sind. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Rauchmelder im Ernstfall Leben retten können und in Bayern bereits seit einigen Jahren in allen Wohnungen Pflicht sind. Trotzdem gibt es immer wieder Häuser ohne ausreichenden Schutz, warnen die Einsatzkräfte.
Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgeführt. Die Polizei hofft, durch die Auswertung von Hausbewohnerbefragungen und technischen Gutachten bald ein klares Bild zur Brandursache zu erhalten. Bis dahin bleibt die Frage, warum die Frau in den Flammen ums Leben kam, offen. Die Anteilnahme in der Nachbarschaft ist groß, viele Menschen sind fassungslos über das tragische Ereignis in ihrer unmittelbaren Umgebung.



