Flugzeugabsturz in Peru: 13 Tote, darunter zwei deutsche Rentner
Flugzeugabsturz in Peru: 13 Tote, darunter zwei deutsche Rentner

Die Cessna 208B von Aerodiana hob am Samstag um 12.10 Uhr Ortszeit in der Stadt Pisco ab. An Bord befanden sich elf Touristen aus Deutschland, Italien und Spanien sowie zwei peruanische Besatzungsmitglieder. Ihr Ziel: die berühmten Nazca-Linien, ein Weltkulturerbe in der Wüste Perus. Die Passagiere wollten die riesigen Bodenzeichnungen aus der Vogelperspektive bestaunen – ein Erlebnis, das für alle 13 Menschen tödlich endete.

Um 13.01 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle ein Notruf des Piloten ein. Kurz darauf riss der Funkkontakt ab. Das Kleinflugzeug zerschellte in der Wüste und ging in Flammen auf. Die Absturzstelle wurde erst entdeckt, als die Crew eines anderen Flugzeugs eine dichte Rauchsäule über dem Gebiet sichtete. Die Rauchsäule führte die Einsatzkräfte zu den Trümmern, die rund acht Kilometer vom Flugplatz der Stadt Nazca entfernt lagen.

13 Tote – auch zwei Deutsche unter den Opfern

Für keinen der 13 Insassen kam Rettung. Die Opfer waren zwischen 18 und 78 Jahre alt. Unter den Toten sind auch zwei deutsche Rentner: Andreas H. (78) und Gertrud H. (77). Aus welchem Teil Deutschlands die beiden stammten, wurde zunächst nicht bekannt. Neben den elf Touristen kamen auch die beiden peruanischen Crewmitglieder ums Leben.

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Stundenlang arbeiteten Einsatzkräfte zwischen den Trümmern, bargen die Opfer und sicherten Spuren. Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an.

Die Nazca-Linien: Ein Weltkulturerbe mit tödlicher Anziehung

Die Nazca-Linien gehören zu den außergewöhnlichsten archäologischen Stätten der Welt. Die riesigen Bodenbilder wurden vor rund 2000 Jahren von der Nazca-Kultur geschaffen. Forscher vermuten, dass sie religiösen oder rituellen Zwecken dienten. Kurven, Tiere und geometrische Figuren erstrecken sich über eine weite Fläche in der trockenen Wüste – und sind nur aus der Luft vollständig zu erkennen.

Genau diese Perspektive wollten die Touristen an Bord der Unglücksmaschine erleben. Rundflüge mit Kleinflugzeugen sind das gängige Angebot, um die weltberühmten Scharrbilder zu besichtigen. Die Cessna 208B ist ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug, das häufig für Rundflüge eingesetzt wird.

Aerodiana: „In diesem Moment tiefster Trauer“

Die Fluggesellschaft Aerodiana, die den Unglücksflug betrieb, meldete sich am Samstag zu Wort. „In diesem Moment tiefster Trauer sprechen wir den Familien und Angehörigen der Verstorbenen unser aufrichtiges Beileid und unsere Solidarität aus“, teilte das Unternehmen mit. Aerodiana betonte, in 18 Jahren Betriebszeit stets auf die Sicherheit von Passagieren und Besatzung geachtet zu haben. „Daher betrifft uns dieser Vorfall zutiefst und bekräftigt unsere Bereitschaft, uneingeschränkt und verantwortungsbewusst mit den Behörden zusammenzuarbeiten.“

Die Fluggesellschaft kündigte uneingeschränkte Kooperation mit den Ermittlern an. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, ist noch unklar. Die Unfallforscher stehen vor vielen offenen Fragen.

Ermittlungen: Suche nach der Absturzursache

Die peruanische Präsidentin Keiko Fujimori (51) kündigte eine umfassende Untersuchung an. Das Außenministerium sagte den Angehörigen der elf ausländischen Todesopfer Unterstützung zu.

Die Ermittler konzentrieren sich auf die Sicherung von Spuren. Das Wrack liegt in einem abgelegenen Wüstengebiet, die Bergungsarbeiten dauern an. Behörden und Fluggesellschaft arbeiten bei der Aufklärung eng zusammen.

Für die Hinterbliebenen ist die Situation qualvoll: Sie müssen sich nicht nur vom Verlust verabschieden, sondern auch auf die Aufklärung des Unglücks warten. Die internationale Tragödie vereint Opfer aus mehreren Ländern. Ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen die Katastrophe auslöste, ist noch offen.

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