Jakobsweg nach Krebs: Pilgerreise als Therapieabschluss
Jakobsweg nach Krebs: Pilgerreise als Abschluss

Unser Autor Reto Klar hat eine Krebstherapie hinter sich gebracht. Ihr Ende wollte er auf eine besondere Weise erleben: als Pilger auf dem Jakobsweg. Der Weg nach Santiago de Compostela ist nicht immer malerisch, aber für ihn war es eine Reise der Heilung und des Abschieds von der Krankheit.

Der lange Weg zur letzten Tablette

Die letzte Tablette der Krebstherapie war für Reto Klar ein symbolischer Meilenstein. Statt sie einfach im Alltag zu nehmen, entschied er sich, diesen Moment auf dem Jakobsweg zu zelebrieren. Die Pilgerreise bot ihm die Möglichkeit, die vergangenen Monate der Behandlung zu reflektieren und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

„Die Natur und die Stille halfen mir, meine Gedanken zu ordnen und loszulassen“, berichtet Klar. „Jeder Schritt fühlte sich wie ein kleiner Sieg an.“

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Herausforderungen und Erkenntnisse

Der Jakobsweg ist bekannt für seine körperlichen und geistigen Herausforderungen. Für jemanden, der gerade eine Krebstherapie abgeschlossen hat, waren die Strapazen besonders groß. „Es gab Tage, an denen ich dachte, ich schaffe es nicht“, sagt Klar. „Aber die Begegnungen mit anderen Pilgern und die Unterstützung meiner Familie gaben mir Kraft.“

Die Reise dauerte insgesamt 30 Tage, und Klar legte rund 800 Kilometer zurück. „Die letzte Tablette nahm ich in einer kleinen Kapelle am Wegesrand ein“, erinnert er sich. „Es war ein sehr emotionaler Moment.“

Ein neuer Lebensabschnitt

Nach der Ankunft in Santiago fühlte sich Klar befreit. „Die Pilgerreise hat mir gezeigt, dass ich stärker bin, als ich dachte“, so sein Fazit. „Ich bin bereit für das, was kommt.“

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