Kalenderblatt: Messis Ära endet, Wellbrock holt Gold
Kalenderblatt: Messis Ära endet, Wellbrock Gold

Der 5. August 2026 ist ein Tag, der in die Geschichte eingeht: Vor genau fünf Jahren endete die Ära von Lionel Messi beim FC Barcelona, und Schwimmer Florian Wellbrock holte bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold über zehn Kilometer im Freiwasserschwimmen. Doch auch andere Ereignisse prägen diesen Tag – von Stuttgart 21 bis zum Kauf der „Washington Post“ durch Jeff Bezos.

Messi verlässt Barcelona nach 21 Jahren

Am 5. August 2021 gab der FC Barcelona bekannt, dass Lionel Messi den Verein nach 21 Jahren verlassen wird. Der damals 34-jährige Argentinier und der spanische Top-Club konnten sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Messi, der 2000 als 13-Jähriger aus Rosario in Argentinien geholt wurde, errang mit Barcelona 35 Titel. Diese Zahl macht die Tragweite seiner Karriere deutlich: Er wurde zum erfolgreichsten Spieler der Vereinsgeschichte.

Die Trennung war ein Schock für die Fußballwelt. Messi wechselte daraufhin zu Paris Saint-Germain, wo er bis 2023 spielte. Die Ära bei Barcelona endete nicht mit einem großen Abschiedsfest, sondern mit einer nüchternen Pressekonferenz, was viele Fans bis heute bedauern.

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Wellbrocks historisches Gold in Tokio

Am selben Tag, dem 5. August 2021, schrieb Florian Wellbrock Geschichte: Der Schwimmer gewann bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold über zehn Kilometer im Freiwasserschwimmen. Er war damit der erste deutsche Olympiasieger bei den Männern im Schwimmen seit Michael Groß und Uwe Daßler 1988 in Seoul. Diese Goldmedaille war ein Meilenstein für den deutschen Schwimmsport, der lange auf einen männlichen Olympiasieger warten musste.

Wellbrock, damals 24 Jahre alt, setzte sich in einem packenden Finale durch. Sein Sieg wurde in Deutschland gefeiert, da er eine Durststrecke von 33 Jahren beendete. Zwei Jahre später, bei den Weltmeisterschaften 2023, bestätigte er seine Klasse mit weiteren Medaillen.

Stuttgart 21: Der Bau beginnt

Am 5. August 2014 begann die Deutsche Bahn mit dem Aushub für den umstrittenen Tiefbahnhof Stuttgart 21. Der bestehende Kopfbahnhof in der baden-württembergischen Landeshauptstadt soll zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Das Projekt ist bis heute hochumstritten: Gegner bemängeln die Kostenexplosion von ursprünglich 4,1 Milliarden auf über 11 Milliarden Euro, Befürworter verweisen auf die Vorteile für den Nah- und Fernverkehr.

Der Bau sorgte für jahrelange Proteste, die 2010 im Stuttgarter Schlossgarten eskalierten. Der Aushub markierte den Beginn der Bauphase, die bis heute andauert. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant, wird aber voraussichtlich erst 2026 erfolgen.

Bezos kauft die „Washington Post“

Ein weiteres historisches Ereignis am 5. August: 2013 kaufte Amazon-Chef Jeff Bezos das US-Traditionsblatt „Washington Post“ für 250 Millionen Dollar (188 Mio. Euro) aus seinem persönlichen Vermögen. Der Kauf wurde als Signal gewertet, dass Bezos in den Journalismus investieren will. Unter seiner Führung erlebte die Zeitung eine digitale Transformation, konnte aber auch Kritik wegen politischer Einflussnahme nicht vermeiden.

Bezos, der 1994 Amazon gründete, war zu diesem Zeitpunkt einer der reichsten Männer der Welt. Der Kauf der „Washington Post“ erfolgte zu einer Zeit, als viele Zeitungen mit sinkenden Auflagen kämpften. Bezos brachte neue Technologien und Geschäftsmodelle ein, was der Zeitung half, ihre Reichweite zu erhöhen.

Bertelsmann verlässt das Musikgeschäft

Am 5. August 2008 zog sich Bertelsmann weitgehend aus dem Musikgeschäft zurück. Das Unternehmen verkaufte seine 50-prozentige Beteiligung an Sony BMG, dem damals zweitgrößten Musikunternehmen der Welt, an Sony. Beide Unternehmen gaben die Transaktion gemeinsam bekannt. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, aber Analysten schätzten ihn auf mehrere hundert Millionen Euro.

Dieser Schritt markierte das Ende einer Ära: Bertelsmann hatte über seine Tochter BMG jahrzehntelang Musikgeschichte geschrieben, mit Künstlern wie den Beatles oder Eminem. Nach dem Verkauf konzentrierte sich Bertelsmann auf seine Kerngeschäfte Medien, Dienstleistungen und Bildung.

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Geburtstage und Todestage

Am 5. August wurden auch einige bekannte Persönlichkeiten geboren: Christine Strobl (1971), deutsche Medienmanagerin und Juristin, seit 2021 ARD-Programmdirektorin; Anja Kruse (1956), deutsche Schauspielerin, bekannt aus „Forsthaus Falkenau“, „Die Schwarzwaldklinik“ und „Die schöne Wilhelmine“; Hans H. Klein (1936), deutscher Jurist und Politiker (CDU), Bundesverfassungsrichter von 1983 bis 1996; und John Huston (1906), amerikanischer Regisseur, der 1987 starb.

Zudem starb am 5. August 1901 Kaiserin Viktoria, die deutsche Kaiserin, Tochter der britischen Königin Victoria, Gattin des 99-Tage-Kaisers Friedrich III. und Mutter von Kaiser Wilhelm II. Ihr Tod jährt sich 2026 zum 125. Mal.