Kita-Köchin verliert Bein bei Schnorchelunfall in Ägypten
Kita-Köchin verliert Bein bei Unfall in Ägypten

Zwölf Tage Familienurlaub in Ägypten sollten für Jeannine J. der Höhepunkt des Jahres werden. Doch ein Ausflug zu den Delfinen im Roten Meer wurde zum Horrortrip: Die fünffache Mutter geriet in eine Schiffsschraube und verlor dabei ihr Bein. Ihr Bruder wurde in letzter Sekunde zum Lebensretter. Schwer verletzt kehrte sie nach Berlin zurück.

Der folgenschwere Moment im Wasser

Jeannine J., die als Köchin in einer Kita arbeitet, war mit ihrer Familie auf einem Ausflug, um Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Beim Schnorcheln kam sie der Schiffsschraube des Bootes zu nahe. Die Verletzungen waren so schwer, dass ihr Bein nicht gerettet werden konnte. „Die Bilder in meinem Kopf sind rot. Wie mein Blut“, beschreibt sie die traumatischen Erinnerungen.

Ihr Bruder, der ebenfalls an dem Ausflug teilnahm, reagierte blitzschnell. Er zog sie aus dem Wasser und leistete Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Ohne sein Eingreifen hätte sie den Unfall vermutlich nicht überlebt.

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Kampf ums Überleben und Rückkehr nach Berlin

Nach dem Unglück wurde Jeannine J. in ein Krankenhaus in Ägypten gebracht, wo sie notoperiert wurde. Anschließend erfolgte der medizinische Rücktransport nach Berlin, wo sie weiterbehandelt wird. Die Familie steht nun vor enormen Herausforderungen: Die fünffache Mutter muss nicht nur körperlich, sondern auch seelisch mit den Folgen des Unfalls kämpfen.

Die Kosten für die Behandlungen und die notwendige Reha sind hoch. Zudem muss ihre Wohnung barrierefrei umgebaut werden, da sie nun auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Die Familie hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die finanziellen Belastungen zu bewältigen.

Unfall beim Schnorcheln – eine unterschätzte Gefahr

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren beim Schnorcheln in beliebten Urlaubsregionen. Obwohl Schnorcheln als relativ sichere Aktivität gilt, können Bootsnähe und Strömungen schnell zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Experten raten, stets einen Sicherheitsabstand zu Booten einzuhalten und auf die Anweisungen des Personals zu achten.

Jeannine J. hofft, mit ihrer Geschichte andere Urlauber zu sensibilisieren. „Ich möchte, dass niemand das durchmachen muss, was ich erlebt habe“, sagt sie. Trotz der schrecklichen Erfahrung zeigt sie sich kämpferisch: „Ich werde nicht aufgeben. Für meine Kinder.“

Ein langer Weg der Genesung

Die kommenden Monate werden für Jeannine J. und ihre Familie eine Zeit der intensiven Rehabilitation sein. Sie muss lernen, mit einer Prothese zu leben und ihren Alltag neu zu organisieren. Die Unterstützung ihrer Familie und Freunde gibt ihr dabei Kraft.

Der Bruder, der ihr das Leben rettete, ist für sie ein Held. „Er war in dem Moment mein Schutzengel“, sagt sie. Die Familie hofft, dass die Spendenaktion genügend Mittel zusammenbringt, um die finanzielle Last zu mildern und Jeannine J. eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.

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