Der Kulturkiosk am Teltower Damm in Zehlendorf ist seit diesem Jahr wieder geöffnet – doch die Bedingungen sind alles andere als ideal. Das denkmalgeschützte Gebäude verfügt weder über fließendes Wasser noch über eine funktionierende Toilette oder Stromanschluss. Vereine und Initiativen, die den Kiosk nutzen, müssen improvisieren.
Die aktuelle Situation: Improvisation trotz Denkmalschutz
Das Organisationsteam, bestehend aus Sven Weißhaar, Manfred Sander und Birgit Borngässer, betreibt den Kiosk als Treffpunkt für die Nachbarschaft. „Wir sind froh, dass der Kiosk wieder genutzt werden kann, aber ohne grundlegende Infrastruktur ist es eine Herausforderung“, berichtet Bezirksreporterin Katrin Lange in ihrem Artikel. Die Nutzer bringen eigenes Wasser mit, nutzen mobile Toiletten und sind auf Generatoren angewiesen.
Warum die Sanierung stockt
Die fehlende Sanierung hat mehrere Gründe. Zum einen ist das Gebäude denkmalgeschützt, was bauliche Veränderungen erschwert. Zum anderen fehlt es an finanziellen Mitteln und klaren Zuständigkeiten zwischen Bezirk und Denkmalamt. „Wir hoffen, dass die Politik die Dringlichkeit erkennt“, so das Team. Bislang wurden nur provisorische Maßnahmen ergriffen, etwa der Einbau einer Trockentoilette im Außenbereich.
Bedeutung für die Gemeinschaft
Trotz der Widrigkeiten wird der Kulturkiosk gut angenommen. Er dient als Veranstaltungsort für Lesungen, kleine Konzerte und Nachbarschaftstreffen. „Der Kiosk ist ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Kiez“, betont das Organisationsteam. Eine dauerhafte Lösung sei jedoch notwendig, um den Betrieb nachhaltig zu sichern. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf prüft derzeit Fördermöglichkeiten, ein konkreter Zeitplan für die Sanierung steht jedoch noch aus.



