Lawinen-Unglück in Pakistan: Prinz William trauert um Nirmal Purja
Lawinen-Unglück: Prinz William trauert um Nirmal Purja

Bei einem Lawinenunglück in Pakistan ist der berühmte Bergsteiger Nirmal Purja ums Leben gekommen. Die Nachricht löste international große Bestürzung aus. Auch Prinz William zeigte sich tief betroffen und sprach der Familie sein Beileid aus.

Wie die Behörden vor Ort mitteilten, ereignete sich das Unglück während einer Expedition im Hochgebirge. Nirmal Purja galt als einer der erfolgreichsten Extrembergsteiger der Welt. Der Brite mit nepalesischen Wurzeln hatte Geschichte geschrieben, als er 2019 alle 14 Achttausender der Erde in nur 189 Tagen bestieg.

Rekorde und Herausforderungen

Mit dieser Serie unterbot Purja den bisherigen Rekord um mehrere Jahre. Er bewies, dass der menschliche Körper und Geist zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sind, wenn sie richtig vorbereitet werden. Seine Touren dokumentierte er öffentlich und inspirierte damit eine neue Generation von Bergsteigern.

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Vor seiner Karriere als Berufsbergsteiger war Purja Soldat bei den britischen Streitkräften. Diese Erfahrung half ihm bei der Planung anspruchsvoller Expeditionen und bei der Leitung von Rettungsaktionen. Auch 2021 war er maßgeblich an einer Rettungsaktion am K2 beteiligt, bei der einem verletzten Bergsteiger geholfen wurde. Solche Einsätze machten ihn weit über die Alpinisten-Szene hinaus bekannt.

Für seine außergewöhnlichen Leistungen wurde Purja 2020 mit dem Orden MBE ausgezeichnet. Die Ehrung nahm er aus den Händen der britischen Königin entgegen. Damit wurde seine Bedeutung für den Sport und seine Wohltätigkeitsarbeit gewürdigt.

Große Trauer in der Bergsteigerwelt

Nicht nur Prinz William, sondern auch andere prominente Persönlichkeiten äußerten ihre Anteilnahme. Der pakistanische Bergsteigerverband würdigte Purjas Verdienste um den Hochgebirgstourismus und die Sicherheit. Professionelle Bergsteiger aus aller Welt meldeten sich zu Wort, um ihr Beileid auszudrücken. Viele verwiesen auf seine außergewöhnliche mentale Stärke.

Purja war bekannt für seinen Leitspruch „Nothing is impossible“, den er häufig teilte. Er gilt als Vorbild für Durchhaltevermögen und Mut. Seine Dokumentation „14 Peaks“, die auf einem Streamingdienst erschien, zeigte die Entbehrungen und Erfolge seiner Rekordbesteigungen. Das Werk machte ihn auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt.

Gefahren des Hochgebirges

Lawinen zählen zu den größten Risiken im Himalaja und Karakorum. Sie entstehen oft ohne Vorwarnung und können selbst erfahrene Bergsteiger in Sekunden unter sich begraben. In Pakistan gibt es viele Gebirgsregionen, die über 7000 Meter hoch sind und regelmäßig von Expeditionen angesteuert werden. Die örtlichen Behörden warnen immer wieder vor den Wetterbedingungen.

Das letzte Unglück zeigt erneut, wie schnell aus einem normalen Besteigungsversuch eine Katastrophe werden kann. Experten fordern verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, bessere Lawinenwarnungen und mehr Ausbildung für Bergführer. Der Tod von Nirmal Purja wird dabei als Einschnitt gesehen.

Ein Vermächtnis, das bleibt

Nirmal Purja hinterlässt eine bewegte Spur. Mit seinem Projekt „Project Possible“ spendete er einen Teil seiner Einnahmen für Hilfsprojekte in Nepal. Er setzte sich außerdem für die Rechte von Sherpas ein, die oft unter gefährlichen Bedingungen arbeiten. Sein Engagement trug dazu bei, dass das Thema breiter diskutiert wurde.

Die Anteilnahme von Prinz William zeigt, wie weit Purjas Wirkung reichte. Der Prinz verfolgte dessen Karriere aufmerksam und traf Purja bei mehreren Anlässen. In seinen öffentlichen Aussagen hob er dessen Mut hervor. Die Bergsteigergemeinschaft verliert eine ihrer größten Persönlichkeiten.

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