Letzter deutscher Ritterkreuzträger Hugo Broch mit 104 Jahren gestorben
Letzter Ritterkreuzträger Hugo Broch gestorben

Hugo Broch, der letzte noch lebende deutsche Ritterkreuzträger aus dem Zweiten Weltkrieg, ist tot. Der ehemalige Jagdflieger starb am 31. Mai im Alter von 104 Jahren friedlich in seiner rheinischen Heimat Leichlingen. Broch war einer der bekanntesten deutschen Jagdflieger und erhielt am 12. März 1945 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, eine der höchsten militärischen Auszeichnungen des Deutschen Reiches.

Ein Leben zwischen Krieg und Versöhnung

Hugo Broch wurde am 6. Januar 1922 in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er trat 1940 in die Luftwaffe ein und wurde zum Jagdflieger ausgebildet. Während des Krieges absolvierte er 324 Feindflüge an der Ostfront, bei denen ihm 81 Luftsiege anerkannt wurden. Nach dem Krieg geriet er in britische Kriegsgefangenschaft und arbeitete später jahrzehntelang als technischer Angestellter bei der Agfa AG in Leverkusen.

Der Flug zur Versöhnung

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Broch im Sommer 2017, als er im Alter von 95 Jahren in eine britische Supermarine Spitfire stieg. Er flog als Co-Pilot mit und durfte zeitweise selbst das Steuer übernehmen. Die BBC und große britische Zeitungen berichteten darüber. Viele Medien sahen in diesem Flug ein Symbol der Versöhnung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bis ins hohe Alter blieb Broch als Zeitzeuge aktiv, besuchte historische Treffen und warnte vor den Schrecken des Krieges. Mit seinem Tod geht eine direkte Verbindung zu den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs verloren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration