Papst verurteilt Kriegstreiberei auf Afrika-Reise
Papst verurteilt Kriegstreiberei auf Afrika-Reise

Papst Leo XIV. hat auf seiner Afrika-Reise in Kamerun scharf gegen Kriegstreiberei Stellung bezogen. „Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört und von Myriaden solidarischer Brüder und Schwestern aufrechterhalten“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in Bamenda. Mit Myriaden ist eine riesige Menge gemeint.

In seiner Ansprache nannte der Papst keine konkreten Länder oder Politiker. Er betonte: „Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht wüssten, dass ein Augenblick genügt, um zu zerstören, dass aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wiederaufzubauen.“ Für Tod und Verwüstung würden Milliarden Dollar verbraucht.

Der Papst lobte in Bamenda die gemeinsamen Friedensbemühungen von Christen und Muslimen in der Region, wo seit 2017 ein Konflikt mit Tausenden Toten zwischen Regierung und Separatisten tobt. Hunderttausende wurden vertrieben. „Ich würde mir das für so viele Orte auf der Erde wünschen“, sagte Leo und warnte vor der Instrumentalisierung von Religion für militärische, wirtschaftliche und politische Zwecke.

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Kamerun ist nach Algerien die zweite Station von Leos elftägiger Afrika-Reise, die ihn auch nach Angola und Äquatorialguinea führt. Der erste US-Amerikaner als Papst war zuvor von US-Präsident Donald Trump kritisiert worden, ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern. Am Nachmittag feierte Leo mit mehr als 20.000 Gläubigen eine Messe auf dem Flughafen von Bamenda.

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