Influencerin Hanadi Diab muss Rekordstrafe von über 37.000 Euro zahlen
Rekordstrafe für Influencerin wegen fehlender Werbekennzeichnung

Die Influencerin Hanadi Diab muss wegen wiederholter Verstöße gegen die Werbekennzeichnungspflicht auf Instagram eine Rekordstrafe zahlen. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte eine Geldbuße von 36.000 Euro. Zusammen mit Verfahrensgebühren und Auslagen beläuft sich der zu zahlende Betrag auf 37.803,50 Euro. Nach Angaben der Behörde ist der Bußgeldbescheid rechtskräftig. Es handelt sich um das höchste Bußgeld, das die LFK bislang gegen eine Influencerin oder einen Influencer verhängt hat.

Hintergrund: Fehlende Werbekennzeichnung in Instagram-Storys

Die 760.000 Follower starke Influencerin aus Stuttgart soll zwischen Mai und Juli 2025 mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys veröffentlicht haben, ohne diese korrekt als Werbung zu kennzeichnen. Für die Werbung erhielt Diab Geld- und Sachleistungen. Ein Teil der Beiträge war laut LFK gar nicht als Werbung gekennzeichnet. Der kommerzielle Charakter sei für Nutzer nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen.

Bereits 2020 und 2022 war Diab mehrfach auf die gesetzlichen Anforderungen an die Werbekennzeichnung hingewiesen worden. Bei der Festsetzung der Geldbuße berücksichtigte die LFK die wiederholten Verstöße, die hohe Reichweite des Instagram-Auftritts, den wirtschaftlichen Wert der Kooperationen sowie die früheren Hinweise der Behörde.

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Influencerin widerspricht Vorwürfen

Hanadi Diab, die auf Instagram unter dem Namen @hanadidiab bekannt ist und neben Lifestyle auch Mode und Beauty thematisiert, wies die Vorwürfe bereits im April 2025 in einem TikTok-Video zurück. „Ich bin geschockt. Ich kennzeichne jede Kooperation“, erklärte sie. Ihrer Darstellung nach bemängelte die LFK unter anderem, dass die Werbehinweise zu klein und wegen Schriftart und -farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. „Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist“, so die Influencerin. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte sie sich über diese Stellungnahme hinaus nicht äußern.

Bedeutung des Urteils für die Influencer-Branche

Der Fall Diab zeigt, dass die Behörden Verstöße gegen die Werbekennzeichnungspflicht zunehmend streng ahnden. Die LFK unterstreicht mit der Rekordstrafe die Notwendigkeit transparenter Werbung auf Social-Media-Plattformen. Influencer müssen sicherstellen, dass bezahlte Kooperationen klar und unübersehbar als solche erkennbar sind – sowohl in Posts als auch in Storys. Die Höhe des Bußgeldes orientiert sich unter anderem an der Reichweite und dem wirtschaftlichen Vorteil, den die Influencerin aus den nicht gekennzeichneten Werbungen zog.

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