Der Sohn des legendären Schlagersängers Roy Black hat sein gesamtes Erbe aufgebraucht und steht nun vor einem kompletten Neuanfang in Deutschland. Wie der 54-Jährige in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung berichtete, hat er das Vermögen seines Vaters, das dieser ihm hinterlassen hatte, restlos ausgegeben. „Ich habe alles verloren, was mein Vater mir hinterlassen hat“, sagte er dem Blatt. Nun müsse er sich in Deutschland eine neue Existenz aufbauen.
Vom Wohlstand zur Pleite: Der Weg des Roy-Black-Sohnes
Der Sohn des 1991 verstorbenen Sängers, der mit Hits wie „Ganz in Weiß“ und „Rosen blüh'n im Sommerregen“ berühmt wurde, hatte nach dem Tod seines Vaters ein beträchtliches Erbe erhalten. Doch durch verschiedene Investitionen und einen aufwendigen Lebensstil schwand das Vermögen im Laufe der Jahre. „Ich habe Fehler gemacht, viele Fehler“, gab er offen zu. Die genaue Summe des Erbes nannte er nicht, aber Schätzungen gehen von einem hohen sechsstelligen Betrag aus.
Der 54-Jährige, der lange Zeit im Ausland lebte, ist nun nach Deutschland zurückgekehrt. Er wohnt vorübergehend bei einem Freund in der Nähe von München und sucht eine feste Anstellung. „Ich will arbeiten, ich will mich beweisen“, erklärte er. Sein Ziel sei es, wieder auf eigenen Füßen zu stehen und ein normales Leben zu führen.
Finanzielle Neuorientierung: Schulden und Pläne
Auf die Frage nach möglichen Schulden antwortete er ausweichend, deutete aber an, dass er noch Verbindlichkeiten abbezahlen müsse. „Es ist nicht alles weg, aber es ist sehr wenig geblieben“, sagte er. Er habe bereits einen Termin bei einer Schuldnerberatung vereinbart, um seine Finanzen zu ordnen. „Ich muss lernen, mit Geld umzugehen, das habe ich nie richtig gelernt.“
Der Sohn des Sängers, der seinen Namen bewusst nicht in der Öffentlichkeit nennt, plant, künftig in einem sozialen Beruf zu arbeiten. „Ich möchte etwas Sinnvolles tun, anderen Menschen helfen“, so seine Worte. Er habe bereits eine Bewerbung als Betreuer in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung eingereicht.
Reaktionen und Ausblick: Ein Leben ohne Erbe
Freunde der Familie zeigen sich betroffen über die Entwicklung. „Es ist traurig zu sehen, wie das Erbe von Roy Black verprasst wurde“, sagte ein langjähriger Weggefährte der „Bild“. Der Sohn selbst zeigt sich jedoch kämpferisch: „Ich bin bereit, hart zu arbeiten. Das Erbe ist weg, aber ich bin nicht weg.“
Roy Black, bürgerlich Gerhard Höllerich, war einer der erfolgreichsten Schlagersänger Deutschlands. Er starb 1991 im Alter von 48 Jahren an einem Herzinfarkt. Sein Sohn war damals 22 Jahre alt und erbte einen Teil des Vermögens, das aus Musikrechten, Immobilien und Ersparnissen bestand.
Der Neuanfang in Deutschland ist für den 54-Jährigen nicht einfach. Er muss sich nicht nur finanziell, sondern auch sozial neu orientieren. „Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt, jetzt muss ich mich wieder an Deutschland gewöhnen“, sagte er. Er sei zuversichtlich, dass er es schaffen werde, mit Unterstützung von Freunden und der Schuldnerberatung.
Experten raten Erben, die unerwartet zu Vermögen kommen, sich frühzeitig professionelle Hilfe zu holen. „Viele Erben sind mit der plötzlichen Verantwortung überfordert“, sagt der Finanzberater Markus Weber aus Augsburg. „Es ist wichtig, einen Plan zu haben und nicht impulsiv zu handeln.“ Der Sohn von Roy Black hat diesen Rat nun auf die harte Tour gelernt.



