Die Zahl der Ehescheidungen in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, wurden 2025 insgesamt 2.263 Ehen rechtskräftig geschieden. Das sind 173 weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von 7,1 Prozent entspricht.
Rückgang der Scheidungsrate je 10.000 Einwohner
Die Scheidungsrate je 10.000 Einwohner sank von 15,5 auf 14,4. Damit setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Besonders häufig wurden Ehen zwischen dem sechsten und zehnten Ehejahr geschieden: 28,9 Prozent aller Scheidungen entfielen auf diese Phase. Am stabilsten erwiesen sich Ehen mit einer Dauer von 26 Jahren und länger; nur 13,1 Prozent der Scheidungen betrafen Paare, die so lange verheiratet waren.
Kinder von Scheidungen betroffen
Etwas mehr als die Hälfte (51,8 Prozent) der geschiedenen Paare hatten minderjährige Kinder. Insgesamt waren 1.890 Minderjährige von der Trennung ihrer Eltern betroffen. Darunter hatten 601 Paare ein Kind, 456 Paare zwei Kinder und 116 Paare drei oder mehr Kinder.
Altersstruktur und gleichgeschlechtliche Paare
Bei den geschiedenen Frauen war die Altersgruppe der 40- bis unter 45-Jährigen am stärksten vertreten, bei den Männern die der 45- bis unter 50-Jährigen. Die Zahl der Scheidungen gleichgeschlechtlicher Paare blieb mit 50 nahezu konstant zum Vorjahr (51).
Die Daten basieren auf den Erhebungen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern und zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Scheidungszahlen im Bundesland.



