Thüringen: Inflation steigt auf 3,0 Prozent – Gurken und Sprit teurer
Thüringen: Inflation steigt auf 3,0 Prozent

Die Verbraucherpreise in Thüringen sind im Juli erneut gestiegen. Die Teuerungsrate erreichte 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Im Juni lag sie noch bei 2,5 Prozent. Haupttreiber sind die höheren Kraftstoffpreise, die nach dem Ende des Tankrabatts um durchschnittlich 9,7 Prozent gegenüber Juni zulegten.

Lebensmittel und Energie deutlich teurer

Auch Lebensmittel, Energie und Kulturtickets kosteten im Juli mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark fiel der Preisanstieg bei Gurken aus: Sie verteuerten sich um 66 Prozent. Auch Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte wurden mit einem Plus von 5,7 Prozent spürbar teurer. Wer seinen Heizöltank im Sommer auffüllen wollte, musste 27 Prozent mehr bezahlen als im Juli 2025.

Familien, die in den Sommerferien Sport- oder Freizeitveranstaltungen besuchen wollten, mussten für Tickets im Schnitt 6,5 Prozent mehr ausgeben. Es gab jedoch auch eine positive Entwicklung: Kleidung und Schuhe wurden im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent günstiger.

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Auswirkungen auf Verbraucher

Die gestiegenen Preise belasten vor allem Haushalte mit geringem Einkommen. Die hohen Kraftstoffpreise wirken sich direkt auf Mobilität und Transport aus, während die Teuerung bei Lebensmitteln das tägliche Budget schmälert. Die Inflationsrate in Thüringen liegt damit leicht über dem bundesweiten Durchschnitt, der im Juli bei 2,9 Prozent verharrte.

Das Statistische Landesamt erhebt die Daten monatlich durch Testkäufe in ganz Thüringen. Die nächste Veröffentlichung wird für August erwartet, wobei Experten mit einer weiteren Stabilisierung rechnen.

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