Seniorentreff: Gebührenpflicht für Gäste in Donauwörth
Seniorentreff: Gebühren für Gäste in Donauwörth

Der Seniorentreff in Donauwörth wird ab sofort kostenpflichtig. Wie die Stadt Donauwörth mitteilt, müssen Besucherinnen und Besucher künftig eine Gebühr entrichten, um an den regelmäßigen Treffen teilnehmen zu können. Die Entscheidung fiel im Stadtrat und sorgt für Diskussionen.

Was bedeutet die Gebühr für die Senioren?

Konkret bedeutet das: Wer den Seniorentreff besuchen möchte, muss pro Termin eine Gebühr von zwei Euro zahlen. Die Stadt begründet dies mit gestiegenen Kosten für die Ausrichtung der Veranstaltungen, wie zum Beispiel für Getränke, Gebäck und die Raummiete. Bislang war der Besuch kostenlos.

Die Seniorenbeauftragte der Stadt, Maria Schmid, erklärte auf Nachfrage: „Wir müssen die Kosten decken, die uns durch die Veranstaltungen entstehen. Die Gebühr ist moderat und sichert langfristig das Angebot.“

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Kritik an der neuen Regelung

Doch nicht alle sind mit der Entscheidung einverstanden. Die Seniorenunion Donauwörth kritisiert die Gebühr als unsozial. „Gerade ältere Menschen mit geringer Rente sind betroffen. Zwei Euro pro Treffen können für manche eine Hürde sein“, sagt der Vorsitzende Hans Müller. Er fordert, dass die Stadt alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüft.

Der Seniorentreff findet zweimal pro Woche statt, jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Bei rund 40 Besuchern pro Treffen nimmt die Stadt pro Woche etwa 160 Euro ein. Im Jahr kommen so rund 8.000 Euro zusammen.

So reagieren die Betroffenen

Einige Stammgäste zeigen Verständnis. „Wenn das Angebot dadurch erhalten bleibt, zahle ich gerne“, sagt die 78-jährige Renate Weber. Andere hingegen drohen mit Fernbleiben. „Ich habe nur eine kleine Rente und muss jeden Euro umdrehen. Da überlege ich mir, ob ich noch kommen kann“, so der Rentner Karl Huber.

Die Stadt verweist darauf, dass es Ermäßigungen für Bedürftige geben soll. Sozialpass-Inhaber zahlen nur die Hälfte. Zudem sei die Gebühr eine Reaktion auf die allgemeine Kostenentwicklung, die auch vor städtischen Einrichtungen nicht Halt mache.

Hintergrund: Alter muss immer wieder nachgewiesen werden

Ein weiterer Punkt, der für Unmut sorgt, ist die Alterskontrolle. Beim Seniorentreff müssen die Teilnehmer ihr Alter nun jedes Mal nachweisen. „Das ist mühselig“, klagt eine Besucherin. Die Stadt argumentiert, dass dies notwendig sei, um sicherzustellen, dass nur Berechtigte die Ermäßigungen erhalten.

Die Neuregelung gilt ab sofort. Der Seniorentreff ist eine beliebte Anlaufstelle für ältere Menschen in Donauwörth, um soziale Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Ob die Gebühr langfristig Bestand hat, wird sich zeigen.

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