WM-Studie: Häusliche Gewalt steigt nach Spielen drastisch an
WM-Studie: Häusliche Gewalt steigt nach Spielen drastisch an

Häusliche Gewalt: WM-Spiele als Auslöser

Die Welt ist im WM-Fieber. Ob in der Kneipe, beim Public Viewing auf dem Marktplatz oder daheim auf der Couch: Die nächsten Wochen sind geprägt von Jubel, Party und Emotionen. Fremde, die sich weinend in den Armen liegen und gemeinsam Fangesänge anstimmen – diese Atmosphäre ist immer wieder einzigartig und wunderbar. Aber es gibt auch eine andere, dunkle Seite, die kaum bekannt ist: Rund um große Fußball-Events steigen die Fälle von häuslicher Gewalt.

Studie belegt Zusammenhang zwischen Fußball und Gewalt

Die britische Studie „Football, alcohol and domestic abuse“ hat diese Dynamik in Greater Manchester auf Grundlage von Polizeidaten über einen Zeitraum von acht Jahren untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: Bei einer Niederlage des englischen Nationalteams stieg die Zahl der gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt gegen Frauen um 38 Prozent, bei einem Sieg um 26 Prozent. Für Deutschland gibt es keine solchen Untersuchungen. Experten sind sich dennoch einig: Das Phänomen betrifft auch uns.

Ursachen: Mehr als nur Alkohol

Alkohol wirkt als enthemmender Faktor – dahinter steckt aber weit mehr. Die Expertinnen betonen, dass gerade die emotionale Aufladung der Spiele, verbunden mit traditionellen Rollenbildern, Gewalt begünstigt. Männer reagieren sich an Frauen ab, wenn die eigene Mannschaft verliert oder gewinnt. Die Studie zeigt, dass nicht nur Niederlagen, sondern auch Siege zu einem Anstieg führen. Dies deutet auf eine generelle Erregungsübertragung hin.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Was bedeutet das für die WM?

Die Ergebnisse werfen Fragen auf: Welche Konsequenzen sollten Frauen, Männer und Vereine ziehen? Die Expertinnen fordern mehr Sensibilisierung und Präventionsmaßnahmen, insbesondere während großer Sportereignisse. Sie appellieren an die Gesellschaft, hinzuschauen und Betroffenen Hilfe anzubieten.

Hilfe für Betroffene

Wer selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist, sollte sich nicht scheuen, Hilfe zu suchen. Beratungsstellen und Notrufnummern bieten Unterstützung. Auch Angehörige und Freunde können aktiv werden, indem sie Signale erkennen und Betroffene ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration