Zwei Leichen in Augsburger Asylheim: Syrer festgenommen
Zwei Leichen in Augsburg: Syrer festgenommen

Nach dem Fund von zwei Leichen in einer Asylunterkunft in Augsburg hat die Polizei einen 23-jährigen Syrer als Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann steht im dringenden Verdacht, die beiden Mitbewohner getötet zu haben. Die Obduktion der Opfer soll nun Aufschluss über die genauen Todesumstände geben.

Leichen in Zimmer entdeckt

Die beiden Leichen waren am Dienstagmorgen in einem Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft im Stadtteil Oberhausen entdeckt worden. Ein Mitarbeiter der Einrichtung hatte die Polizei alarmiert, nachdem er die beiden Männer leblos aufgefunden hatte. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der beiden 34 und 38 Jahre alten Männer feststellen.

Die Kriminalpolizei übernahm noch am selben Tag die Ermittlungen. Erste Hinweise deuteten auf ein Gewaltverbrechen hin, weshalb die Spurensicherung umfangreich Beweise sicherte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Opfer und der Tatverdächtige sich kannten und in derselben Unterkunft lebten.

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Festnahme nach intensiver Fahndung

Der 23-jährige Syrer konnte am späten Dienstagabend in der Nähe der Unterkunft festgenommen werden. Er war zuvor von Zeugen in der Umgebung gesehen worden. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat inzwischen Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Die Obduktion der beiden Leichen wurde für Mittwoch angesetzt. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet. Die Ermittler hoffen, durch die Untersuchungen die genaue Todesursache und den Ablauf der Tat rekonstruieren zu können. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es sich um eine Tat aus dem persönlichen Umfeld handeln.

Ermittlungen dauern an

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weiterhin nach Zeugen, die Hinweise auf den Tathergang geben können. Die Bewohner der Unterkunft werden derzeit befragt, um weitere Details zu erfahren. Die Behörden haben zudem eine Hotline eingerichtet, unter der sich Zeugen melden können.

Die beiden Opfer stammten eigenen Angaben zufolge ebenfalls aus Syrien. Sie lebten seit einiger Zeit in der Unterkunft in Augsburg. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittler schließen aber ein Beziehungsdelikt nicht aus. Die genaue Anzahl der Bewohner der Unterkunft wurde nicht genannt.

Die Stadt Augsburg zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und dankte den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion. Man werde die Ermittlungen vollständig unterstützen und die Bewohner der Unterkunft psychologisch betreuen lassen.

Hintergründe noch unklar

Die Ermittler prüfen derzeit, ob es zwischen dem Tatverdächtigen und den Opfern bereits frühere Streitigkeiten gegeben hat. Zeugenaussagen zufolge soll es in der Vergangenheit immer wieder zu Spannungen in der Unterkunft gekommen sein. Ob dies im Zusammenhang mit der Tat steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Tatverdächtige soll im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details werden voraussichtlich im Laufe der Woche bekannt gegeben.

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