Über 400 Hitzetote in Niedersachsen – RKI meldet deutlichen Anstieg
400 Hitzetote in Niedersachsen: RKI warnt

Über 400 Menschen sind in diesem Jahr in Niedersachsen an den Folgen der Hitze gestorben – so viele wie seit Jahren nicht. Das geht aus einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Bis zum 19. Juli wurden landesweit 420 Hitzetote gezählt, nach nur 20 im Vorjahr. Damit liegt die Zahl deutlich höher, bleibt aber unter den Rekordjahren 2018 mit 720 und 2019 mit 500 Hitzetoten.

Hitzetote in Niedersachsen: 420 Fälle bis Mitte Juli

Laut RKI ist Hitze besonders für ältere Menschen gefährlich. Die meisten Opfer in diesem Sommer gab es in Nordrhein-Westfalen mit 2.270 Hitzetoten, gefolgt von Baden-Württemberg mit 1.870. Bezogen auf die Einwohnerzahl lag Niedersachsen mit 5,4 Hitzetoten pro 100.000 Einwohner im unteren Mittelfeld.

Bremen: 30 Hitzetote nach null im Vorjahr

In Bremen starben bislang 30 Menschen an den Folgen der Hitze – ein Jahr zuvor war kein einziger Hitzetod verzeichnet worden. Im Jahr 2018 waren es im kleinsten Bundesland sogar 70 Hitzetote, in den beiden Folgejahren jeweils 40. Die Quote pro 100.000 Einwohner lag in Bremen bei 4,3.

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Bundesweite Zahlen: Fast 10.000 Hitzetote

Bundesweit gab es der RKI-Schätzung zufolge bisher 9.800 hitzebedingte Sterbefälle – mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Der Großteil davon – über 5.000 – geht auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als vielerorts Temperaturen um 40 Grad Celsius gemessen wurden. Am höchsten war die Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner im Saarland (33,0), in Rheinland-Pfalz (29,8) und in Hessen (21,5).

Experten raten zu Schutz vor Hitze

Als Faustregel für den Schutz vor Hitzegefahren empfehlen Experten des RKI: direkte Sonne meiden, viel trinken und körperliche Belastung in den wärmsten Stunden des Tages vermeiden. Diese Maßnahmen seien besonders für ältere und kranke Menschen wichtig, um hitzebedingte Todesfälle zu verhindern.

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