Barmer: Apothekenversorgung in MV trotz Schließungen gesichert
Barmer: Apothekenversorgung in MV trotz Schließungen gesichert

Die Krankenkasse Barmer hat die Erreichbarkeit von Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern untersucht und kommt zu einem positiven Ergebnis: Trotz einer sinkenden Zahl an Apotheken ist die wohnortnahe Versorgung demnach gesichert. Vier von fünf Einwohnern (rund 80 Prozent) haben weniger als sechs Kilometer zur nächsten Apotheke, wie die Barmer am Mittwoch in Schwerin mitteilte.

Große Mehrheit hat kurze Wege

Für knapp zwei Drittel der Bevölkerung (63 Prozent) beträgt die Wegstrecke sogar weniger als zwei Kilometer. Nur ein geringer Teil – vier Prozent der Einwohner – muss einen Weg von mehr als zehn Kilometern zur nächsten Apotheke zurücklegen. „Die wohnortnahe Versorgung ist damit trotz einer sinkenden Zahl an Apotheken im Land gesichert“, erklärte die Barmer in ihrer Studie.

Ende 2024 gab es in Mecklenburg-Vorpommern laut Gesundheitsministerium in Schwerin noch 361 Apotheken. Zehn Jahre zuvor waren es 401 gewesen – ein Rückgang um rund zehn Prozent. Die Schließungen betreffen vor allem ländliche Regionen, doch die Studie zeigt, dass die Grundversorgung flächendeckend erhalten bleibt.

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Notdienst: Längere Anfahrten in Kauf nehmen

Anders sieht es beim Notdienst aus: Wer nachts oder am Sonntag ein Medikament benötigt, muss seit Jahresbeginn unter Umständen deutlich weitere Wege in Kauf nehmen. Die Entfernung zwischen Notdienst-Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern kann nun bis zu 35 Kilometer betragen. Zuvor lag der Abstand bei maximal 25 Kilometern. Dies ist eine direkte Folge der Apothekenschließungen und der Umstrukturierung des Notdienstplans.

Die Barmer weist darauf hin, dass die längeren Notdienstwege insbesondere für Menschen ohne Auto oder in abgelegenen Gebieten eine Herausforderung darstellen können. Dennoch sei die reguläre Versorgung im Alltag gut, so die Krankenkasse.

Hintergrund: Warum schließen Apotheken?

Der Rückgang der Apothekenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern folgt einem bundesweiten Trend. Gründe sind unter anderem wirtschaftlicher Druck, Fachkräftemangel und die zunehmende Marktdurchdringung von Versandapotheken. Die Barmer-Studie zeigt jedoch, dass die physische Präsenz vor Ort für die meisten Patienten weiterhin gut erreichbar ist. Die genauen Daten wurden im Rahmen einer Analyse der Arzneimittelversorgung erhoben.

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