Der FC Rot-Weiß Erfurt muss für längere Zeit auf seinen Neuzugang Berk Inaler verzichten. Der 26-jährige Mittelfeldspieler, der im Sommer vom SV Sandhausen nach Thüringen gewechselt war, wurde bereits am vergangenen Donnerstag in der Nähe von Frankfurt an der Achillessehne operiert. Der Eingriff war notwendig geworden, nachdem konservative Behandlungsmethoden keine Besserung gebracht hatten. Inaler fällt nun voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus, wie er selbst bestätigte.
Verletzung als Folge eines Muskelbündelrisses
Bereits seit Dezember 2025 hat Inaler kein Pflichtspiel mehr bestritten. Damals zog er sich einen Muskelbündelriss zu, der die Achillessehne in Mitleidenschaft zog. „Es hat auch die Achillessehne in Mitleidenschaft gezogen. Ich hatte dann monatelang Beschwerden“, erzählt er. In den folgenden Monaten versuchte er es mit verschiedenen konservativen Maßnahmen: „Ich habe Einlagen bekommen, um die Sehne zu entlasten, dazu Eigenblutspritzen.“ Doch nichts half nachhaltig. In Absprache mit den Verantwortlichen von Rot-Weiß Erfurt entschied er sich daher für die Operation.
OP in Frankfurt, Reha in Berlin
Der Eingriff fand am vergangenen Donnerstag in einer Spezialklinik in der Nähe von Frankfurt statt. „Es wurden entzündetes Gewebe und Verklebungen entfernt“, berichtet der Mittelfeldspieler. Inzwischen befindet er sich in Berlin, wo er die Reha durchführt. „Jetzt ist es zunächst wichtig, dass die Wunde heilt“, sagt er. Belasten darf er den Fuß noch nicht, er wird noch einige Tage auf Krücken laufen. Die Rückkehr auf den Trainingsplatz wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen dauern, so seine Prognose.
Mental schwierige Monate – aber Licht am Ende des Tunnels
Inaler zeigt sich trotz der langen Ausfallzeit zuversichtlich. „Die letzten Monate waren mental schon sehr schwierig. Jetzt mit der OP sehe ich aber irgendwo Licht am Ende des Tunnels. Ich werde mir deswegen nun keinen zusätzlichen Druck machen“, sagt er. Sein großes Ziel ist es, wieder schmerzfrei auf dem Rasen zu stehen. „Und da kommt es auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an.“ Solange werde er als Fan seiner Mannschaft die Daumen drücken und hofft, dass der FC Rot-Weiß Erfurt an den erfolgreichen Saisonstart anknüpfen kann.
Erfurter Traumstart in die Saison
Der FC Rot-Weiß Erfurt hatte am ersten Spieltag der Regionalliga Nordost ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt: Mit 4:1 besiegte das Team von Trainer Fabian Gerber den BFC Dynamo. Inaler verfolgte das Spiel aus dem Krankenhaus und freute sich über den Erfolg. „Dass es genauso erfolgreich weitergeht, wie es der Auftakt schon war. Das würde ich mir wünschen“, sagt er. Für die Erfurter Fans ist der Sieg ein Hoffnungsschimmer nach einer durchwachsenen Vorsaison.
Die Vereinsverantwortlichen um Trainer Fabian Gerber müssen nun also vorerst ohne den Neuzugang planen. Inaler soll nach seiner Genesung eine wichtige Rolle im Mittelfeld einnehmen. Bis dahin müssen andere Spieler in die Bresche springen. Der 26-Jährige selbst bleibt optimistisch und arbeitet hart an seiner Rückkehr.



